Carl Grossberg

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Carl Grossberg

Carl Grossberg (* 6. September 1894 in Wuppertal-Elberfeld; † 19. Oktober 1940 in Laon/Frankreich) war Architekturstudent und Industriemaler.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Ehemaliges Domizil des Künstlers

Grossberg beginnt mit neunzehn Jahren ein Architekturstudium an den Hochschulen in Aachen und Darmstadt. Durch die Einberufung zum Kriegsdienst muss der Künstler sein Studium unterbrechen. 1919 bis 1921 ist der Künstler Schüler von Lyonel Feininger am staatlichen Bauhaus zu Weimar, wo er in den Disziplinen Malerei, Dekorationsmalerei und Raumkunst ausgebildet wird. Zu Studienzwecken unternimmt Carl Grossberg 1921 ausgedehnte Reisen nach Süddeutschland und lässt sich in Sommerhausen nieder und bewohnte den Flurers Turm der ehemaligen Ortsbefestigung. Grossberg war unter anderem Gast in der Künstlerkolonie Neue Welt in Würzburg.

Genre[Bearbeiten]

Grossberg gilt als Vertreter der sogenannten „Neuen Sachlichkeit“. Für ihn typisch sind Maschinenbilder, Industrielandschaften und Stadtbilder. Immer öfter erhält der Künstler nun Aufträge von der Industrie, so z.B. 1932 von der Norta-Tapetenfabrik im Harz und 1937 von der Firma Oetker in Bielefeld, bei der er ein eigenes Atelier bezieht. Der Künstler setzt sich zum Ziel, die wichtigsten Industrietypen und -betriebe in Deutschland zu malen und nennt dieses Vorhaben seinen "Industrieplan". Durch den Nationalsozialismus und den nahenden Krieg verschlechtert sich seine Auftragslage drastisch. Mit der Begründung, er dürfe als Reserveoffizier das Land nicht verlassen, wird Carl Grossberg eine Reise in die USA 1939 verweigert. Noch im selben Jahr wird Grossmann zum Kriegsdienst eingezogen. Er stirbt durch einen Autounfall im Wald von Compiègne bei Laon.

Bilder[Bearbeiten]

Seine Bilder hängen in vielen Museen, so auch im Kulturspeicher der Stadt Würzburg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]