Burgstall Klingenstein

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Burgstall Klingenstein ist eine abgegangene spätmittelalterliche Burganlage südwestlich des Weilers Klingen (Gemeinde Bieberehren). Von der einstigen Burg Klingenstein sind gegenwärtig nur noch Graben- und Mauerreste erhalten.

Lage[Bearbeiten]

Der Burgstall liegt auf einem bewaldeten Bergsporn rund 240 Meter südwestlich der Filialkirche St. Georg (Klingen) auf rund 300 Meter über Normalnull. Östlich verläuft im Tal die Tauber, nordwestlich befindet sich ebenfalls ein Taleinschnitt. Der Höhenunterschied zur Talsohle der Tauber beträgt etwa 45 Meter.

Geschichte[Bearbeiten]

Bau und Fertigstellung der Burg sind nicht dokumentiert. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege bezeichnet Klingenstein als spätmittelalterlichen Burgstall. Überlieferungen berichten davon, dass Konrad von Weinsberg im Jahr 1425 den Burgstall nebst dem Weiler Klingen von Konrad von Seckendorff kaufte. Die Burg Klingenstein soll im Jahr 1503 bereits aufgegeben und verfallen gewesen sein.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Burg Klingenstein stand einst auf einer nahezu quadratischen Fläche mit der Abmessung 20 auf 15 Meter. Zur weiter ansteigenden Bergseite wurde die Burg durch zwei Halsgräben geschützt: Der innere Graben direkt an der Burg, der äußere Graben in etwa 20 Meter Abstand dazu. Die Nordwestseite der Burg, die zu einem kleinen Nebental der Tauber abfällt, wurde zusätzlich zum Steilhang durch einen vier Meter breiten und einen Meter tiefen Hanggraben und einem ebenfalls vier Meter breiten vorgelegterten Außenwall gesichert.

Heutige Zeugnisse[Bearbeiten]

Von der ehemaligen Wehranlage sind gegenwärtig nur noch die beiden Halsgräben, der Hanggraben sowie Mauerreste zu sehen. Die Mauerreste findet man auf dem Burgplateau. Das Areal ist unter der Nummer D-6-6526-0001 als Bodendenkmal geschützt. Zwischen den beiden Halsgräben befindet sich ein neuzeitlicher Trinkwasserhochbehälter.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Bernd Fuhrmann: Konrad von Weinsberg - ein adliger Oikos zwischen Territorium und Reich. Franz-Steiner-Verlag, 2004, S. 162
  • Björn-Uwe Abels: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Unterfrankens. (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Band 6). Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1979, ISBN 3-7847-5306-X, S. 194–195.
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Bodendenkmäler in Bieberehren. Nr. D-6-6526-0001

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …