Burgstall Etzburg

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Burgstall Etzburg
Mauerreste
Burggraben
Aussicht

Der Burgstall Etzburg liegt auf einem Felsvorsprung östlich oberhalb von Thüngersheim.

Lage[Bearbeiten]

Der ehemalige mittelalterliche Burgstall liegt etwa 500 Meter nördlich der Ortsverbindungsstraße Thüngersheim-Güntersleben im Wald.

Geschichte[Bearbeiten]

Über die Burg Etzburg ist heute wenig bekannt. Weder über die ursprüngliche Größe, noch über ihre Besitzer sind geschichtliche Aufzeichnungen vorhanden. Erzählt wird, dass die Ritter von der Etzburg übelbeleumundete Räuber waren, die Wagen und Schiffe der Kaufleute ausgeplündert haben sollen. In der Raubritterburg auf dem soll das Diebesgut dann gelagert worden sein, heißt es dazu in der Ortschronik „Thüngersheim - Gegenwart und Vergangenheit einer mainfränkischen Winzergemeinde“. Die Erzählungen sind vermutlich ebenso in das Reich der Sagen und Legenden zuzuordnen wie die Behauptung, dass es damals einen unterirdischen Gang von der Burg bis an den Main runter gegeben haben soll. Belege gibt es nämlich für all dies nicht. Offenbar war sie um 1270 entstanden, aber schon um 1310 auf Weisung des Würzburger Bischofs Andreas von Gundelfingen geschliffen worden.

Heutige Zeugnisse[Bearbeiten]

Rudimentäre Mauerreste und Reste eingestürzter Kellergewölbe (erkennbare Löcher im Gelände) zeugen von der einstigen Burg. Das Gelände weist noch Fundamentüberreste der Burgmauern auf. Der ehemalige Burggraben an der Hanggegenseite ist heute noch erkennbar. Ein Großteil des Areals hat sich die Natur zurückerobert.

Besucherinformation[Bearbeiten]

Auf der Verbindungsstraße Thüngersheim-Güntersleben befindet sich von Thüngersheim kommend linksseitig ein kleiner Wanderparkplatz. Wenige Meter oberhalb davon zweigt von der Straße ein geschotterter Weg in den Wald in nördliche Richtung zur Etzburg ab, dem man entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad folgt. Nach etwa 500 Metern unterquert man eine Stromtrasse, wenige Meter danach zweigen Pfade zur Burgruine ab. Aus Rücksicht auf die Natur (geschützter Landschaftsbestandteil) sollen Besucher auf den Pfaden bleiben.

Es gibt auch Wege zur Burgruine, die in Thüngersheim beginnen. Die Ruine ist beispielsweise eine Station des offiziellen Wanderwegs „Orchideenweg“.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Dittrich: Burgruinen in Unterfranken – rund um Würzburg. Verlag Michaela Neumann, Nidderau 2006, S. 60-87. ISBN 3-936622-74-4
  • Richard Glaab: Thüngersheim - Gegenwart und Vergangenheit einer mainfränkischen Winzergemeinde. Bonitas Bauer Würzburg, Thüngersheim 1982, S. 206
  • Ursula Pfistermeister: Wehrhaftes Franken - Burgen, Kirchenburgen, Stadtmauern. Band 2: um Würzburg. Verlag Hans Carl, Nürnberg 2001, ISBN 3-418-00386-9
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Baudenkmäler in Thüngersheim, Nr. D-6-6125-0049

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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