Bildstock Schillerlinde

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Bildstock unter der Schillerlinde

Der Bildstock Schillerlinde ist ein Baudenkmal in Versbach.

Standort[Bearbeiten]

Ursprünglich stand der Bildstock auf einem Acker in der Versbacher Flur, der zur Erntezeit als Dreschplatz genutzt wurde. Die Versetzung erfolgte, als das Gelände in den 1960er Jahren zum Baugebiet deklariert wurde. Heute befindet sich der Bildstock an der Gabelung der Estenfelder Straße und Brunnenstraße am Buswendeplatz. Bis zur Fällung im Jahr 2018 stand dort auch die namensgebende „Schillerlinde“, eine über 100 Jahre alte Linde.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der 310 cm hohe Bildstock aus Sandstein besteht aus Sockel, Pfeiler und Aufsatz, wobei der breite Sockel gemauert wurde und zwei Inschriften trägt:
Bei Erbauung dieser Strasse / Musst ich den alten Platz verlassen / Doch freundlich jetzt ist das Terrain / Und lud bei mir zu ruhen ein! / Denn hier an diesem schönen Ort / Will ich euch schützen da wie dort. sowie Versbachs wackre Bürger trugen / zu dem Bau der Stücke bei; / Und die müden Wand'rer suchen / Wo ein Statt' der Ruhe sei' / Geh nicht vorbei an diesem Bild, / Mit Gottes Gruß erbitt sein Schild.
Ehemals trug der mittlere Bereich des Sockels einen achtzackigen Stern mit einer Inschrift, die jedoch nicht überliefert ist.

Auf der Rückseite des Schaftsockels steht „RENOV. 1958 / I. HAAS“. Das Kapitell trägt auf der Rückseite folgende Inschrift: „ANNO 1697 HAT DER ERSAME / HANS SCHELER BARBARA SEIN. EHEF. / GOTT ZV EHREN DISES BILD AV. = / SETZEN LASEN“.

Das Schaubild im Aufsatz zeigt die Kreuzigung Jesu mit zwei betenden Jüngern als Assistenzfiguren. Der Bildstock gehört der Gemeinde Versbach und wird zu religiösen Festen von Anliegern geschmückt. Die jährliche Segnung der Flur am Bittsonntag fand hier immer ihren Abschluss.

Denkmalliste[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmäler in Würzburg ist der Bildstock unter der Nummer D-6-63-000-698 zu finden:
„Bildstock, Sockel mit Säule und Reliefaufsatz 'Kreuzigungsgruppe' und Kreuzbekrönung, Sandstein, bez. 1697; erneuert 1958.“

Quellen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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