Bernward Willeke

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P. Prof. Dr. Bernward H. Willeke OFM (* 1913 in Münster/Westfalen; † 1997) war Franziskanerpater, Religionswissenschaftler und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Abitur trat er 1932 dem Orden der Franziskaner-Minoriten bei und wurde 1939 zum Priester geweiht. Anschließend studierte er Sinologie an der Columbia University in New York, wo er 1945 promoviert wurde. Von 1948 bis 1950 forschte er in römischen Archiven. Von 1950 bis 1956 arbeitete Willeke in Japan, wo er eine Sprachenschule der Franziskaner gründete. Danach wurde er als Professor für Missionswissenschaften an die ordenseigene Hochschule nach Paderborn berufen und lehrte ab 1959 am missionswissenschaftlichen Lehrstuhl der Universität Münster/Westfalen.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

Bernward Willeke wechselte am 1962 als Ordinarius für Missionswissenschaften an der Universität Würzburg und zwanzig Jahre lang bis zu seiner Emeritierung 1982 am Lehrstuhl für Missionswissenschaften der Katholisch-Theologischen Fakultät tätig. In seiner Professorenzeit baute er die Bedeutung des Lehrstuhles aus, dem einzigen seiner Art in Süddeutschland.

Forschungsgebiete[Bearbeiten]

Sein wissenschaftliches Interesse galt insbesondere der asiatischen Missionsgeschichte des Franziskanerordens. 1974 gab er den Anstoß zur Gründung eines eigenen ökumenischen "China-Arbeitskreis" oder "Kreis der China-Freunde", der von Theologischen Kommission des Deutschen Katholischen Missionsrat unterstützt wird. Dieser Kreis wurde 1992 gegründet und stellt heute den Beirat des China-Zentrums dar.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • China-Zentrum. Ein Instrument der Kirche für Dialog und Brückenbau. In: Christ in der Gegenwart (1994, Heft 3).
  • Arnulf Camps OFM, Biografie über Bernward Willeke, in: Gerald H. Anderson, Biographical Dictionary of Christian Missions, 1999, ISBN 978-0-80284-6808, S. 734

Weblinks[Bearbeiten]