Ambrosius Käß

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P. Ambrosius Ferdinand Käß OCD (* 1815, † 1890) war unbeschuhter Karmelit und Prior im Karmelitenkloster Maria Magdalena in Würzburg.

Geistliche Laufbahn[Bearbeiten]

Käß war zunächst Ordensgeistlicher und dann Prior im Karmelitenkloster in der Sanderstraße. Ab 1874 war er designierter Nachfolger auf den Stuhl des Heiligen Kilian.

Streit um die Besetzung des Bischofstuhls[Bearbeiten]

Ohne Absprache mit der Kurie ernannte ihn König Ludwig II. von Bayern 1876 zum Nachfolger des 1875 verstorbenen Bischofs Johann Valentin von Reißmann. Nachdem ihm bewusst war, dass Papst Pius IX. seine Ernennung nicht akzeptieren würde, da Käß vor dem I. Vatikanischen Konzil öffentlich gegen die dogmatische Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit ausgesprochen hatte und nachdem Käß auch von dessen Nachfolger Papst Leo XIII. eine Ernennung nicht zu erwarten war, ersuchte er die Zurücknahme seiner Ernennung beim König. Daraufhin nominierte König Ludwig 1878 den späteren Bischof Franz Joseph von Stein.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Wolfgang Weiß: Die katholische Kirche im 19. Jahrhundert. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 430–449 und 1303, hier: S. 445 f.