Alfred Herold

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Prof. Dr. Alfred Herold (* 29. Januar 1929 in Würzburg; † 2. Juni 1999) war Geograph und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

1949 begann er das Studium der Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Geographie in Würzburg auf. 1956 promovierte er mit einer Dissertation über den Obstanbau in Franken. an der Universität Würzburg. Daran schloß sich ein zweijähriger Forschungsauftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über das Fränkische Gäuland, dessen erste Ergebnisse er 1959 in Berlin vorstellte. Danach war er, zurück in Würzburg, wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Julius Büdel.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1964 habilitierte er sich und 1966 ernannte ihn die Universität Würzburg zum Universitätsdozenten. 1967 erfolgte die Umhabilitation an die Universität Mainz, wo er 1968 wissenschaftlicher Rat und Professor wurde. 1973 erhielt er den Ruf als Professor für Regional- und Wirtschaftsgeographie an seine Heimatuniversität, zunächst als wissenschaftlicher Rat und ab 1978 als außerordentlicher Professor. Bis zu seiner Emeritierung 1994 wirkte er als Professor am Lehrstuhl für Kulturgeographie II der Universität Würzburg.

Forschungsgebiete[Bearbeiten]

Zu den Schwerpunkten seiner Lehrtätigkeit gehörte die Landeskunde Nord-, Mittel- und Südosteuropas. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse hat er unter anderem in zahlreichen Spezialuntersuchungen zur Wirtschafts-, Siedlungs- und Verkehrsgeographie dargelegt. Er war zudem Mitarbeiter bzw. Mitherausgeber von Lexika, Handbüchern, Atlanten, Reiseführern und Sachbüchern. Sein besonderes Interesse galt seiner fränkischen Heimat. Herold arbeitete hier vor allem auf dem Gebiet der agrargeographischen Entwicklung und Differenzierung Frankens. Außerdem beschäftigte er sich mit kulturgeographischen Einzel- und Übersichtsstudien zu Städten und Landkreisen in Unterfranken. Ein weiterer regionaler Forschungsbereich war der Ausbau der Verkehrswege in Franken und Südthüringen und ihre räumlichen Verflechtungen aus geographischer Sicht.

Ehrenamtliche Tätigkeit[Bearbeiten]

Von 1962 bis 1967 war es Generalsekretär der Geographischen Gesellschaft Würzburg.

Publikationen (Auszug)[Bearbeiten]

Alfred Herold: Der zellengebundene Anbau im Randgebiet des Fränkischen Gäulandes. 1964 und Würzburg 1965 (= Würzburger Geographische Arbeiten, 15)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]