Alfons Nehring

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Prof. Dr. Alfons A[dam] Nehring (* 12. August 1890 Bischwitz in Niederschlesien/heute Biskupice Oławskie in Polen, † 9. Dezember 1967 in Würzburg) war Sprachwissenschaftler und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nehring studierte ab 1909 in Breslau und Berlin Vergleichende Sprachwissenschaft, Germanistik und Klassische Philologie. Er legte 1914 das Staatsexamen ab und wurde 1915 in Breslau promoviert, 1923 erfolgte die Habilitation. Bis 1929 arbeitete er als Gymnasiallehrer in Breslau dann erfolgte die Ernennung zum außerordentlichen Professor in Breslau.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1930 erhielt er einen Ruf als Ordinarius für Vergleichende Sprachwissenschaft nach Würzburg, wo er 1933 aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums von den Nationalsozialisten zwangsweise in den Ruhestand versetzt wurde. Nach seiner Emigration in die USA lehrte er 1938-43 als Associate Professor an der Marquette University in Milwaukee, Wisconsin, und 1943-52 in gleicher Stellung an der Fordham University in New York, bevor er 1952 nach einem Semester an der Freien Universität Berlin auf seinen Lehrstuhl nach Würzburg zurück kehrte und im Jahr 1958 emeritiert wurde.

Fotschungsgebiete[Bearbeiten]

Wegen seiner fundierten Kenntnisse der Sprachwissenschaft, Archäologie, Völkerkunde und Religionswissenschaft wurde Nehring von seinem Doktorvater Schrader zu Arbeiten auf dem Gebiet der Indogermanistik ermutigt. Als Herausgeber und Mitautor arbeitete er an der 2. Auflage von Schraders „Reallexikon der indogermanischer Altertumskunde“ (2 Bände, 1917–1929). Daneben beschäftigte sich Nehring mit Problemen der Allgemeinen Sprachwissenschaft, beispielsweise mit Fragen der Satztheorie. Mit der modernen Sprachwissenschaft setzte er sich bereits seit den 1920er Jahren kritisch auseinander, vor allem aber nachdem er sich im Exil mit den Theorien des amerikanischen Strukturalismus vertraut gemacht hatte.

Rektor der Universität[Bearbeiten]

Von 1953 bis 1955 war Nehring Rektor der Universität.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Schmitt, Rüdiger, "Nehring, Alfons" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 40 Onlinefassung