Albertus Magnus

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Albertus Magnus, Fresco von Tomaso da Modena 1352

Der heiliggesprochene Dominikanerpater Magister Albertus Magnus, auch Albert (der Große) (* 1193 in Lauingen; † 15. November 1280 in Köln) war 1260-1262 Bischof von Regensburg und von 1264 - 1266 lehrte er in Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

1223 trat Albertus in Padua in den erst zehn Jahre zuvor gegründeten Dominikanerorden ein, studierte nach 1223 in Köln, lehrte 1243 bis 1244 an der theologischen Fakultät in Paris, wo auch Thomas von Aquin sein Schüler war, und wurde 1245 in Paris zum Magister der Theologie promoviert. 1248 wurde Albertus erster Leiter des Studium generale in Köln und Gründer der Ordensuniversität, aus der sich später die Kölner Universität entwickelte. Er förderte den Plan zum Bau des Kölner Domes und richtete Ausbildungsstätten an den Dominikanerklöstern in Straßburg, Freiburg im Breisgau und Hildesheim ein.

Bischof in Regensburg[Bearbeiten]

Im Gehorsam gegenüber dem Willen von Papst Alexander IV. und gegen den des Ordensgenerals übernahm Albertus 1260 das herunter gewirtschaftete Bistum Regensburg. Albertus blieb zeitlebens ein frommer Beter und ein demütiger und bescheidener Mensch. Auch als Bischof von Regensburg behielt er die Fußbekleidung eines Bauern bei und bekam deshalb auch den Kosenamen „Bischof Bundschuh“. Er war zwei Jahre Bischof von Regensburg und warb dann im Auftrag von Papst Urban IV. 1263-1264 in Böhmen und Deutschland mit Predigten für den siebten Kreuzzug.

Lehrtätigkeit in Würzburg[Bearbeiten]

Albertus war einer der ganz großen theologischen Lehrer des Mittelalters, deshalb auch „Doctor expertus“, „erfahrener Lehrer“ und „Doctor venerabilis“, „verehrungswürdiger Lehrer“ genannt. Und er war einer der ersten großen mittelalterlichen Naturwissenschaftler in den Fächern Medizin, Biologie, Chemie, Physik, Astronomie und Geografie, daher sein Ehrenname „Doctor universalis“. Er lehrte vom 4. Dezember 1264 bis 1266 in Würzburg.

Heiligsprechung[Bearbeiten]

Albertus Magnus wurde durch Papst Pius XI. am 16. Dezember 1931 heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

DBP 1961 347 Albertus Magnus.jpg
  • Nach ihm ist der Albertus-Magnus-Weg im Stadtbezirk Lindleinsmühle benannt.
  • 1961 brachte die Deutsche Bundespost eine 5-Pfennig-Briefmarke in ihrer Reihe Bedeutende Deutsche und 1980 eine 50-Pfennig-Briefmarke mit dem Konterfei von Albertus Magnus heraus.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ludwig K. Walter, Bildung – Universität – Theologie I. Band Teil 1, Geschichte der Theologischen Fakultät in Würzburg, S. 26

Weblinks[Bearbeiten]