Schönborntor

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Schönborntor, Außenseite
Schönborntor vor 1938

Das Schönborntor (seltener auch: Schönbornsches Tor) ist Teil der Befestigungsanlage der Festung Marienberg.

Bauwerk[Bearbeiten]

Das Schönborntor führt zwischen den Bastionen „Wer da?" und „Cäsar" von Norden auf das Burggelände. Es ist benannt nach Johann Philipp von Schönborn und trägt im Torgiebel beiderseits dessen Wappen, wobei es an der Innenseite von einem Engel gehalten wird und die Jahreszahl 1649 zeigt. Beide Torgiebel sind sehr schlicht gehalten. Die Tordurchfahrt des Schönborntores ist deutlich gekrümmt - dies sollte ein glattes durchschießen der geschlossenen Tore unmöglich machen, Kugeln wären an der Wand abgeprallt.[1] Am Ende des Durchgangs befindet sich rechts eine alte Wachstube. Früher war dieses Tor außen mit einer Klappbrücke ausgestattet, die über einen Graben führte, der in etwa so breit wie der rechts davon befindliche Grünstreifen war. Die eisernen Rollen, über welche die Ketten liefen, sind noch erhalten (zur Beschreibung der Funktion siehe Neutor), der Brückenkeller und der Graben wurde unterdessen verfüllt. Daneben besaß das Tor auch ein Fallgitter, dessen Führung noch zu sehen ist. Eine Öffnung im Dachgewölbe sorgte für Licht und ausreichend Belüftung, sowie für den Abzug des Rauches.[1]

Sanierung[Bearbeiten]

Das Tor wurde 2014/2015 für 970.000 Euro saniert. Die Bauarbeiten waren ein Bestandteil der Generalsanierung der Festung Marienberg. Im Zuge der Sanierung wurden unter anderem Feuchtigkeitsschäden behoben und eine Beleuchtung in der Tordurchfahrt angebracht.

Umfeld[Bearbeiten]

  • Von der Tellsteige führt über das Neutor ein Fußweg zum Schönborntor.
  • Vom Großen Besucherparkplatz im Westen der Burg (dort endet auch der Weinwanderweg) ist das Schönborntor der näheste Zugang zum Burggelände.
  • Vor dem Tor befindet sich die Haltestelle der Buslinie 9.
  • Im Vorfeld des Tors steht auch wenige Meter östlich ein großer Bildstock, dabei handelt es sich um die dritte Zobelsäule.
  • Am inneren Ausgang des Tors befinden sich mehrere Gedenktafeln.
  • Im Hof innerhalb des Schönborntors befindet sich der Zugang zum Mainfränkischen Museum (Kommandantenbau/Neues Zeughaus) sowie zur Schänke zur alten Wache (Biergarten).

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Marianne Erben: Unsere Würzburger Festung. Echter Verlag, Würzburg 1998, S. 13

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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