Rosenbachpalais

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Rosenbachpalais

Das Rosenbachpalais oder der Rosenbachhof am Rennweg trägt die Hausnummer Residenzplatz 3, steht also im Herzen Würzburgs an der Seite der nach ihm erbauten Residenz. Es grenzt den Residenzplatz nach Norden hin ab.

Geschichte und Baubeschreibung[Bearbeiten]

Erbaut wurde es um 1700 von Antonio Petrini für den Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau. Ab 1720 war es zeitweilig die Residenz des Fürstbischofs während der langen Bauzeit des dann auch Residenz genannten neuen prächtigen Schlosses.

Der Bau ist eine vom Platz weglaufende Zweiflügelanlage mit Walmdach. Siebzehn Fensterachsen mit Segmentgiebeln im Unter- und Dreiecksgiebeln im Obergeschoss bringen Bewegung in diesen langgestreckten Bau. Die zwei äußeren Fensterachsen bilden zwei Risalite [1], die von einem Giebel bekrönt werden und eingefasst sind von Kolossalpilastern. [2] Die auf Sockeln stehenden Pilaster beginnen im Erdgeschoss und ihre ionischen Kapitelle werden von Fruchtgirlanden verschönt. Die Wappenkartusche über dem Portal ist geschmückt mit Akanthusblättern und dem Ehewappen von A. Konrad Philibert von Rosenbach und Maria Esther Gräfin von Stadion.

Seine heutige Nutzung erfolgt durch das Bayerisches Landesamt für Finanzen und durch die Verwaltung des Staatlichen Hofkellers. Im Rosenbachpalais/-hof befindet sich auch die 2008 eröffnete Vinothek des Staatlichen Hofkellers.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Risalit (von ital. risalire, wieder hervorspringen), ein aus dem gesamten Bauwerk hervortretender Baukörper oder Architekturteil, der aus der Linie des Gesamten hervortritt. In der Barockzeit gerne zur Fassadengliederung von Palästen und in der einfachsten Form auch zur Gliederung von einfachen Häusern verwendet.
  2. Pilaster (lat. pila, Pfeiler), ein in den Mauerverbund eingearbeiteter Teilpfeiler, der auch als Wandpfeiler bezeichnet wird. Er kann tragende statische Funktion haben, muss diese aber nicht besitzen.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hanswernfried Muth: Antonio Petrini in: Frankenland - Zeitschrift für fränkische Landeskunde und Kulturpflege Ausgabe 51 (1999), S. 243-250

Siehe auch[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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