Annaschlucht

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Annaschlucht  

Stadtbezirk: Steinbachtal
Postleitzahl: 97082


Annaschlucht, kleine Brücke
Annaschlucht, Treppenpartie
Annaschlucht, Blick in das Kerbtal

Durch die Annaschlucht führt ein Fußweg vom hinteren Steinbachtal auf den Nikolausberg in Richtung der Frankenwarte.

Namensgeberin[Bearbeiten]

Organisiert und finanziert wurde die Umgestaltung von Valentin Alois Fischer, der Vorstandsmitglied des Verschönerungsvereins Würzburg war. Er benannte die Schlucht nach seiner jung verstorbenen einzigen Tochter Anna Fischer. An sie erinnert eine Marmortafel am Wegrand nebst einem kleinen Brunnen an der Abzweigung zum Mittleren Steinbachweg.

Beschreibung[Bearbeiten]

Das ehemals zugewachsene und unbegehbare Wildschlucht wurde vom Verschönerungsverein zu einem steil emporsteigenden wildromantischen Weg mit Treppenpartien und kleinen Brücken ausgebaut. Die Schlucht ist über 500 Meter lang, der Weg überwindet etwa 150 Höhenmeter. Durch die Annaschlucht fließt ein kleiner Bach, der zeitweise nur im untern Abschnitt Wasser führt. Auch zur Eulensteige gibt es eine Verbindung. Weiter oben findet sich das Denkmal des Verschönerungsvereins für den Gestalter V.A. Fischer selbst, der 1920 verstorben ist. Es handelt sich dabei um eine in einen Fels eingearbeitete Gedenktafel. Das Kerbtal endet am Oberen Steinbachweg. Über den anschließenden V.-A.-Fischer-Weg gelangt man zu den Grünanlagen der Frankenwarte.

Entlang des Wegs sind zahlreiche Sitzbänke aufgestellt. Einige der ehemals kunstvoll gestalteten Elemente (z.B. Brücken) sind über die Jahrzehnte durch einfachere funktionelle Elemente ersetzt worden. Der Weg ist zu jeder Zeit öffentlich zugänglich. Laternen beleuchten ihn bei Dunkelheit.

Naturdenkmal[Bearbeiten]

Die Annaschlucht wurde am 20. Januar 1941 als Naturdenkmal ausgewiesen, da sie über ökologische, landschaftsgeschichtliche und geologische Besonderheiten sowie über eine artenreichen Tier- und Pflanzenwelt verfügt. Charakteristisch für den lang gezogenen, zum Teil tief eingeschnittenen Flutgraben ist ein alter, gemischter Baum- und Strauchbestand (unter anderem bis zu 200 Jahre alte Eichen und Buchen) mit teilweise staudiger Bodendecke. So befinden sich im oberen Teil neben Spitz- und Bergahorn vor allem Stieleichen, im unteren Teil dagegen überwiegend Hain- und Rotbuchen. Verbreitet sind auch Haselnuss-, Weißdorn- und Holundersträucher. Die Krautschicht besteht vorwiegend aus Giersch, aber auch Bärlauch kommt vor allem im unteren Bereich flächendeckend vor. Auch die Gelbe Taubnessel und der Aaronstab bedecken den Boden. Die Annaschlucht stellt eine klimatisch wertvolle Verbindung zwischen Stadtwald, Höchberger Fläche und Frankenwarte dar. [1]

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Staatsarchiv und Stadtarchiv Würzburg: Gärten und Grünanlagen in Würzburg. Ihre Entwicklung und Bedeutung. Ausstellungskatalog. Selbstverlag der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München 1990. S. 258 f

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annaschlucht auf wuerzburg.de

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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