Xaver Knaup

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Franz Xaver Knaup (* 27. August 1893 in Altena/Westfalen; † 21. November 1950 in Würzburg) war NSDAP-Politiker und Kreisleiter der Partei in Würzburg.

Leben und Wirken

Nach dem Besuch der Volksschule und einer katholischen Privatschule absolvierte Knaup eine vierjährige Lehre bei der Verwaltung der Provinzialbahn von Pommern. Vom 16. Oktober 1912 bis 1919 gehörte Knaup der preußischen Armee an, zuletzt im Rang eines Vizefeldwebels. Im Ersten Weltkrieg wurde er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Ehrenkreuz ausgezeichnet. Ab Januar 1920 war Knaup als Angestellter in der Industrie tätig.

Parteipolitische Laufbahn

Zum 1. August 1930 trat Knaup der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 278.720 [1]) und wurde sogleich Ortsgruppenleiter in Kahl am Main.

1930 wurde er NSDAP-Ortsgruppenleiter in Kahl am Main und leitete bis Frühjahr 1936 die Nationalsozialisten im Kreis Alzenau. Von Ende 1930 bis Mitte April 1936 war er Kreisleiter des Kreises Alzenau Mainfranken der Partei.

Abgeordneter im Land- und Reichstag

Von April 1932 bis zur Auflösung dieser Körperschaft im Herbst 1933 war Knaup für die NSDAP Mitglied des Bayerischen Landtags. Danach saß er von November 1933 bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 als Abgeordneter für den Wahlkreis 26 (Franken) im nationalsozialistischen Reichstag.

Kreisleiter in Würzburg

Von Oktober 1933 bis zum 1. Januar 1938 amtierte Knaup außerdem als Gauschulungsleiter des Gaues Mainfranken. Am 15. April 1936 übernahm er den Posten des Kreisleiters von Würzburg Stadt und Land, den er bis Mitte April 1943 innehatte. Als Nachfolger des Kreisleiters Karl Clement gehörte Knaup von Juli 1936 bis 1942 auch dem Würzburger Stadtrat an. [2] Hierzu wurde ihm, da er 1936 noch kein Jahr in Würzburg wohnhaft war, vorzeitig das Bürgerrecht der Stadt verliehen. [3] Er organisierte maßgeblich die Ausschreitungen in der Pogromnacht 1938 in Würzburg am 9. November 1938.

Nach Einsätzen in Skandinavien war er ab 17. April 1943 Kreisleiter in Litzmannstadt (Lodz). In der SA erreichte er den Rang eines Obersturmbannführers. Während des Zweiten Weltkrieges war er von 1941 bis 1943 beratend bei der „Fylkesförer der Nasjonal Samling“ tätig und ab November 1942 parallel Beauftragter der NSDAP/AO für Groß-Oslo.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Einzelnachweise

  1. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/21181619
  2. Peter Weidisch: Würzburg im „Dritten Reich“. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN: 978-3-8062-1478-9, S. 196–289 und 1271–1290; hier: S. 221 und 224 f.
  3. Peter Weidisch (2007) a.a.O., S. 242.
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