Weißburgunder

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Weißburgunder ist eine weiße Rebsorte, die nicht nur hier zu Lande, sondern auch bei unseren Nachbarn angebaut wird. Rund 4 Prozent der deutschen Rebfläche sind derzeit mit dieser Sorte bestockt, die überall dort gedeiht, wo es für den Riesling schon zu heiß ist. In Franken sind 156,76 Hektar mit dieser Rebe bepflanzt, die Rebfläche nimmt kontinuierlich zu. [1] [2]

Namensgeber[Bearbeiten]

Die französische Bezeichnung Pinot geht auf das französische "pin" (Kiefer) zurück und beschreibt die an Kieferzapfen erinnernde Traubenform. Der Name Burgunder erklärt sich aus der ursprünglichen Herkunftsregion.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Blaue Burgunder (Pinot Noir) wird als Urform des Burgunders angesehen. Beim Grauburgunder handelt es sich um eine helle Knospenmutation des Blauen Spätburgunders, der Weiße Burgunder kann als Fortsetzung dieser Mutation über den Grauen Burgunder betrachtet werden. Bis zum Beginn der Traubenreife lassen sich diese drei echten Burgundersorten kaum unterscheiden, mit zunehmender Reife entwickeln sich die Ausprägung der Traubenfarbe und die Duft- und Geschmackskomponenten. Nachweislich bekannt ist der Pinot Blanc seit dem 14. Jahrhundert.

Weißburgunder im Weinberg[Bearbeiten]

Die Ansprüche des Weißburgunders an Boden und Klima deuten auf die Verwandtschaft mit dem Spätburgunder hin. Diese Ansprüche sind hoch: bevorzugt werden warme, möglichst tiefgründige und kräftige Böden sowie exponierte, trockenen Lagen. Die Sorte bereitet im Anbau wenig Probleme und kann durch eine lange Reifezeit hohe Mostgewichte erreichen.

Geschmack[Bearbeiten]

Weißburgunder präsentiert sich farblich blass- bis hellgelb, im Duft zart und verhalten. Typisch ist ein leicht nussiges Aroma. Im Spät- und Auslesebereich werden auch Barriquefässer zum Ausbau benutzt. Nicht übertrieben alkoholreich besitzt der Weißburgunder ein dezentes Aroma, das häufig an grüne Nüsse, Apfel, Birne, Quitte, Aprikose, Zitrusfrüchte oder frische Ananas erinnert.

Essen und Trinken[Bearbeiten]

Elegante Weißburgunder, trocken ausgebaut, mit frischer Säure und feiner Frucht sind ideale Menüweine, aber auch leichte Sommerweine und passen mit mittlerem bis kräftigem Körper und einer feinrassigen Säure zu vielen Speisen. Er ist damit gut geeignet zu Meeresfrüchten, Fisch, Kalb- und Schweinefleisch sowie Geflügel, oder einfach als gut gekühlter Terrassenwein. Extraktreichere Varianten und Barriqueweine passen auch zu Lamm- oder zarten Jungwildgerichten.

Synonyme[Bearbeiten]

Die Rebe des Weißen Burgunders ist auch unter den Namen Pinot Blanc oder Pinot Bianco bekannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]