Valentin von Münster zu Niederwerrn
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Valentin von Münster zu Niederwerrn ( † 22. Februar 1582) war Jurist, fürstbischöflicher Hofmarschall und Oberamtmann.
Familiäre Zusammenhänge
Valentin entstammt der nördlich von Schweinfurt beheimateten Adelsfamilie von Münster. Er gründete den Familienzweig Münster-Niederwerrn, die heute erloschen ist.
Leben und Wirken
Valentin wurde am 4. September 1543 als Hauptmann für den Kampf gegen die Türken angenommen. Er wurde als Nachfolger von Wilhelm von Grumbach würzburgischer Marschall und ist als solcher erstmals am 27. Februar 1546 in Protokollen bezeichnet. Am 22. Februar 1549 wurde er Amtmann in Arnstein. Wie sich seine Tätigkeit unter dem neuen Fürstbischof Friedrich von Wirsberg entwickelte, ist nicht überliefert, dürfte aber aufgrund seiner reichen Sachkenntnis zumindest beratend für den Rat tätig gewesen sein.
Epitaph in der Marienkapelle
An der nördlichen Langhauswand der Marienkapelle ist das Epitaph für Valentin von Münster zu Niederwerrn und seiner beider Ehefrauen Magdalena von Seckendorff († 1555) und Amalia von Berlichingen († 15. März 1570) eingelassen. Auf dem Werk von Peter Dell d.J. sind auch die siebzehn Kinder aus diesen beiden Ehen dargestellt. Der Ritter trägt auf seinem Harnisch das Jerusalemkreuz und den Katharinenorden, die auf eine Pilgerreise in das Heilige Land schließen lassen.
Siehe auch
Quellen und Literatur
- Heinzjürgen N. Reuschling: Die Regierung des Hochstifts Würzburg 1495-1642. Echter Verlag, Würzburg 1984, S. 234 f. ISBN: 3-429-00804-2
- „Marienkapelle am Markt: Valentin von Münster und seine zwei Frauen“ auf welt-der-wappen.de