Thomas Fischer

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Prof. Dr. Thomas Günther Otto Fischer (* 29. April 1953 in Werdohl) ist Jurist, Vorsitzender Richter des zweiten Strafsenats des Bundesgerichtshofes und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken

Fischer studierte von 1976 bis 1978 Germanistik an der Universität Frankfurt, um Schriftsteller zu werden. Nachdem er ein Jahr als Paketzusteller gearbeitet hatte, studierte er von 1980 bis 1984 an der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg. Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Ulrich Weber. 1986 promovierte er zum Thema Öffentlicher Friede und Gedankenäußerung in Würzburg, wo er von 1990 bis 1993 noch ein Soziologiestudium anhängte.

Nach Abschluss des Zweiten Staatsexamens trat Fischer 1988 in den höheren bayerischen Justizdienst ein und arbeitete er als Strafrichter an den Amtsgerichten Ansbach und Weißenburg. 1993 wechselte er als Richter ans Landgericht Leipzig, wurde Vorsitzender einer allgemeinen großen Strafkammer und der Schwurgerichtskammer und ab 1994 Vorsitzender Richter am Landgericht Leipzig und Vorsitzender der Schwurgerichtskammer. 1996 wurde er zum Ministerialrat im Sächsischen Staatsministerium der Justiz ernannt, wo er bis 2000 das Referat für Strafverfahrensrecht, strafrechtlichen Datenschutz und strafrechtliche Aufarbeitung des SED-Unrechts leitete.

Richter am Bundesgerichtshof

Im April 2000 wurde Fischer vom Richterwahlausschuss zum Richter gewählt. Seit dem 1. Juli 2000 ist er Mitglied des Zweiten Strafsenats, seit 2008 dessen stellvertretender Vorsitzender und seit 25. Juni 2013 dessen Vorsitzender. Seit 2009 ist er Mitglied des Großen Senats für Strafsachen.

Professor in Würzburg

Seit 1991 ist er Lehrbeauftragter für Rechtssoziologie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Würzburg. 1998 wurde er hier zum Honorarprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht ernannt.

Publikationen (Auszug)

  • Tröndle Herbert/Fischer Thomas: Strafgesetzbuch und Nebengesetze 49. A. 1999, 50. A. 2001, 51. A. 2003, 52. A. 2004, 53. A. 2006, 54. A. 2007, 55. A. 2008

Siehe auch

Weblinks