Rolf Bertram

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Rolf Bertram war Opernsänger und Intendant am Stadttheater in Würzburg von 1920 bis 1921.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Theaterintendant in Würzburg[Bearbeiten]

Der Opernsänger Rolf Bertram trat die Nachfolge Willy Stuhlfelds als Intendant an, nachdem sich der Stadtrat am 17. Juni 1920 mit großer Mehrheit für ihn ausgesprochen hatte. In der Wirtschaftskrise Angang der 1920er Jahre führte Bertrams Favorisierung der Sparte Oper unter Vernachlässigung des Schauspiels zu weniger Zuschauern und damit Einnahmeausfällen. Damit einher ging das verspätete Auszahlen der Künstlergagen. Der Stadtrat musste das Geld daher vorschießen, während der Intendant auch andere Rechnungen nicht beglich. Nach Abschluss der einzigen Spielzeit unter seiner Leitung hatte das Stadttheater ein Defizit von knapp 400.000 Reichsmark eingefahren, die die Stadtkasse ausgleichen musste. Der Stadtrat diskutierte über die Zukunft des Theaters, stellte die Mitschuld des Bürgermeisters Julius Zahn und des Theaterausschusses fest und kündigte Bertram am 23. August 1921 wegen unverantwortlichen Geschäftsgebahrens.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Daniel Gerken, Die Selbstverwaltung der Stadt Würzburg in der Weimarer Republik und im Dritten Reich, Würzburg, 2004, S. 109