Philipp Meißner

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Philipp Meißner (* 24. September 1748 in Burgpreppach; † 6. Juli 1816 in Würzburg) war Klarinettist, Komponist, Musikpädagoge.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Meißner ging im Alter von 7 Jahren nach Würzburg, mit 12 Jahren bekam er „ein gutes Instrument“ und Unterricht beim Würzburger Hofklarinettisten Martin Heßler. Mit 16 spielte er beim Würzburger Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim. 1766 schickte ihn der Fürstbischof auf Reisen. Über Höchst, Mainz, Schwetzingen und Bruchsal gelangte er nach Straßburg in die Dienste des Kardinals Konstantin von Rohan, der ihn bald mit nach Paris nahm. Nach drei Jahren wechselte er in den Dienst des Marquis de Branca, wurde Klarinettist an der Oper und in der königlichen Garde. Seine Auftritte im Concert spirituel und am Hof zu Versailles erweckten das Interesse des polnischen Fürsten Vincenz Potocki, der Meißner abwarb und mit nach Frankfurt nahm.

Während eines Besuches bei seiner Familie in Würzburg erreichte den Klarinettisten eine Einladung des Fürstbischofs, der ihn nach einer Probe seines Könnens am 7. Mai 1776 als Hofklarinettist verpflichtete. Die musikalischen Reisen wurden auf Konzerte an den sächsischen Höfen, München und die Schweiz reduziert; im Vordergrund stand seine Lehrtätigkeit in Würzburg. Einer seiner zahlreichen Schülern war Carl Andreas Göpfert.

Musikalische Werk[Bearbeiten]

Noch lange nach seinem Tod wurde das Andenken an seinen Unterricht erhalten, noch lange gab es „Clarinettisten, die mit Ehrfurcht ihn ihren Meister nennen“. Die Musik Meißners mag heute bisweilen schlicht erscheinen, sie muss allerdings aus dem Blickwinkel ihrer Entstehungszeit betrachtet werden: Es gab noch nicht so viel Konzertliteratur für explizit Klarinette. Man war dankbar über jede Komposition, welche gut geschrieben war und sich nicht nur im C-Dur Spektrum aufhielt. Die Virtuosität von Meißners Werken – und damit auch von seinem eigenen Können – wird überdeutlich, wenn man bedenkt, dass er selber noch eine frühe Klarinette mit nur 5 Klappen blies.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]