Nicolas Alexandre Salins de Montfort

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Nicolas Alexandre Salins de Montfort (* 7. Februar 1753 in Versailles; † 11. März 1839 in Nantes) war Architekt im Großherzogtum Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Sein architektonische Grundwissen erhielt er mutmaßlich in Paris. Ab 1775 wirkt er dort als Zeichner bei Pierre Michel d'Ixnard. 1779 erhält er den Auftrag zum Wiederaufbau des Zaberner Schlosses durch den Straßburger Fürstbischof und ist im nördlichen Elsaß mit öffentlichen Bauaufträgen beschäftigt. 1788 bis 1791 wirkt er in Kehl am Rhein. Danach ist er bis 1797 in militärischen Diensten und ist dann als freischaffender Architekt in Frankfurt am Main und Paris bezeugt.

Architekt in Würzburg[Bearbeiten]

1806 wurde er als Bauintendant an den neuen großherzoglichen Hof in Würzburg berufen und arbeitete bis 1813 am Innenausbau der Residenz gemäß Auftrag durch Großherzog Ferdinand III. von Toskana. Salins de Montfort lässt praktisch alle Räume der Bischofswohnung im Südblock, die seit 60 Jahre im feinsten Rokoko ausgestattet sind, im Stil des französischen Empire umbauen. Selbst die große Gemäldegalerie der Gartenfront fällt diesem Eingriff zum Opfer.

Nach dem Sturz Napoleons erhielt er vom Königreich Bayern, als Rechtsnachfolger des Großherzogtums Würzburg, eine Leibrente auf Lebenszeit. 1818 kehrte Salins zunächst nach Frankfurt am Main und ein Jahr später in seine französische Heimat zurück, wo er 1838 verstarb.

Werk[Bearbeiten]

  • Toskanazimmer in der Residenz

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Frithjof Dahl: Die Tätigkeit des Baumeisters Salins de Montfort in Frankfurt am Main, in: Schriften des Historischen Museums, Bd. 5. Frankfurt am Main 1929
  • Ansgar Steinhausen: Die Architektur des Klassizismus im Elsaß, Waxmann-Verlag, Münster 2002, S. 152

Weblinks[Bearbeiten]