Main-Dampfschifffahrts-Gesellschaft

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Nach dem Aufkommen erster Dampfschiffe auf dem Main wurde 1841 die Main-Dampfschifffahrts-Gesellschaft in Würzburg gegründet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die beiden ersten von der Gesellschaft ab Juni 1842 eingesetzten Raddampfschiffe hießen Ludwig und Verein und wurden in Paris hergestellt. Die nächsten Schiffe hießen Königin Marie und Franconia und wurden in Würzburg selbst hergestellt.

1854 besitzt die Gesellschaft 9 Raddampfer und 8 Schleppkähne. Da den bisherigen Mainschiffern die finanziellen Mittel zum Bau oder Kauf von Dampfschiffen fehlen, fürchten sie eine Bedrohung durch die Gesellschaft.

Geschäftszweck[Bearbeiten]

Da sich die Gesellschaft aber auf den Personentransport konzentriert, ist sie keine direkte Konkurrenz. Außerdem wurde nicht der komplette Main befahren sondern lediglich Teilstücke (z.B. Würzburg – Frankfurt oder Würzburg – Kitzingen). Auf dem schiffbaren Teil des Mains wurden 13 Agenturen und 31 Nachstationen eingerichtet.

Die Fahrten auf dem oberen Main zwischen Bamberg und Schweinfurt wurden ab Ende 1846 eingestellt und 1847 die Fahrten auf die Strecke von Würzburg nach Frankfurt und Mainz beschränkt. Die Gesellschaft richtete 1847 auch eine Dampfschleppschifffahrt auf dem Main ein.

Zur Verbindung des Mains und damit auch der Stadt mit holländischen, sowie anderen See- u. Rheinhäfen hat sich 1844 in Frankfurt eine Aktiengesellschaft gebildet, welche von 1845 an eine Dampfschleppschifffahrt unterhielt.

Ende der Gesellschaft[Bearbeiten]

Der Niedergang der Main-Dampfschifffahrts-Gesellschaft begann mit dem Aufkommen der Eisenbahn. Letztere ist schneller, weniger witterungsabhängig und die Strecken zwischen zwei Städten können verkürzt werden. Außerdem fallen keine staatlichen Zölle oder Abgaben an. Aufgrund ihrer finanzielle Lage löst sich die Main-Dampfschifffahrts-Gesellschaft 1858 auf.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]