Johannes von den Driesch

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Prof. Dr. Johannes von den Driesch (auch: Trieschius) (* um 1558 in Waldfeucht/Lkr. Heinsberg; † 30. August 1616 in Würzburg) war Kirchen- und Zivilrechtler und Professor der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Er wurde am 25. Mai 1590 als Lizenziat der Rechte immatrikuliert.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

Am 17. Juni 1590 wurde er an der Universität Würzburg zum Professor als neunter Inhaber am Lehrstuhl für Kirchenrecht und Rat bei 300 Gulden jährlicher Besoldung ernannt. Er verfasste mehrere teils sehr umfangreiche Dissertationen über verschiedene Fragen des römischen und kanonischen Rechts. Er nahm häufig an Sitzungen des Hofrates unter Leitung des Gegenreformators Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn teil.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Von Driesch soll der erste in der Universitätskirche von den Studenten begrabene Professor der Universität Würzburg gewesen sein.

Stifter[Bearbeiten]

Da von Driesch kinderlos blieb, lobte er eine Stipendienstiftung aus, in deren Genuss alle männlichen Blutsverwandten bzw. die Nachkommen seiner Geschwister kommen konnten. Das damalige Grundvermögen betrug 10.000 Gulden. Die Stiftung wurde 1963 durch die Bayerische Staatsregierung aufgelöst, da das Stiftungsvermögen bereits 1924 durch Inflation und Währungsumstellungen soweit reduziert, dass die Erfüllung des Stiftungszweckes nicht mehr erfolgen konnte. In der Gründungsphase der Universitätsbibliothek wurde die rund 100 Bände zählende juristische Bibliotheca Drieschiana aus seinem Nachlass erworben. Diese Sammlung ist im heutigen Bestand nicht mehr nachweisbar.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Heinzjürgen N. Reuschling: Die Regierung des Hochstifts Würzburg 1495 bis 1642, Würzburg 1984 (Forschungen zur fränkischen Kirchen- und Theologiegeschichte 10), S. 335 f.
  • Max Buchner: "Aus der Vergangenheit der Universität Würzburg, Festschrift zum 350jährigen Bestehen der Universität" Springer Verlag 1932, Seite 90, 104 und 105, ISBN 978-3-642-98763-2

Weblinks[Bearbeiten]