Johann Melchior Caesar

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Johann Melchior Caesar (* 1648 in Zabern/Elsaß; † 18. Oktober 1692 in Augsburg) war Kirchenmusiker und Domkapellmeister in Würzburg.

Leben und Wirken

Als Sohn des Schulmeisters und Mesners erhielt er ersten musikalischen Unterricht an der Lateinschule in Zabern und sang als Chorknabe an der dortigen Stiftskirche. Ab 1693 studierte er an der Universität Würzburg, wo er von Hofkapellmeister Philipp Friedrich Buchner beeinflusst wurde.

Domkapellmeister

Nach zweijähriger Tätigkeit als Domkapellmeister in Breslau wechselte er 1679 an den Kiliansdom als Nachfolger von Johann Steger, in das Amt eines Hof- und Domkapellmeisters von Würzburg während der Regierung von Fürstbischof Peter Philipp von Dernbach, wo er neben Instrumentalwerken vor allem sakrale Musik komponierte. 1686 ist er als Augsburger Domkapellmeister bezeugt.

Kompositorisches Werk

Seine Messen, Offertorien, Psalmen, Hymnen sind dem barocken Geist des vokalen Konzertierens mit Instrumentalbegleitung verpflichtet. Volkstümliche Melodik und Akkorddeklamation kennzeichnen ein Streben nach mehr unmittelbarem Ausdruck. Sein 1688 erschienenes weltliches Werk „Wend-Unmuth“ zeigt ihn jedoch als direkten Vorreiter einer neuen Musikrichtung.

Siehe auch

Quellen

  • Große Bayerische Biographische Enzyklopädie, de Gruyter/Saur, München 2004, S. 275

Literatur

Schmidt, Günther, "Caesar, Johann Melchior" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 88 Onlinefassung