Hubert von Grashey

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Prof. Dr. Hubert Ritter von Grashey (* 31. Oktober 1839 in Grönenbach im Allgäu; † 24. August 1914 in München) war Psychiater und Professor an der Universität Würzburg.

Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten]

Hubert Grashey war der Sohn eines bayerischen Landrichters. Er studierte von 1859 bis 1865 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Medizin. Nach seiner Zeit als Assistenzarzt am Juliusspital (unter anderem bei Franz von Rinecker) wurde er 1873 Direktor der „Kreisirrenanstalt“ von Deggendorf.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1884 wurde Grashey in Würzburg Ordinarius für Psychiatrie. Mit seinem Schwiegervater, dem Münchner Psychiatrie-Professor Bernhard von Gudden verfasste er im Juni 1886 das Gutachten über den Geisteszustand von König Ludwig II. von Bayern, sowie einen Bericht für den Bayerischen Landtag über die Ereignisse in Berg am Starnberger See.

Professor in München[Bearbeiten]

Grashey ging Ende des Sommersemesters 1886 nach München [1], wo er Nachfolger seines am 13. Juni 1886 verstorbenen Schwiegervaters wurde. Ab 1896 leitete er das staatliche Gesundheitswesen Bayerns. Dem Reichsgesundheitsrat gehörte er dann ab 1901 an.

Forschungsgebiete[Bearbeiten]

Hubert von Grashey arbeitete vor allem auf dem Gebiet der Gerichtlichen Psychiatrie und untersuchte die Blutversorgung des Gehirns.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Otto Schrappe †: Psychiatrie in Würzburg und Psychiatrische Universitätsklinik Würzburg in den letzten 5 Jahrzehnten, Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 1 (1983), S. 91-106, S. 95

Quellen[Bearbeiten]

  • Matthias M. Weber: Grashey, Hubert Ritter von, in: Enzyklopädie Medizingeschichte, hrsg. von Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil und Wolfgang Wegner, Walter de Gruyter, Berlin und New York 2005, S. 508