Heinrich V. von Leiningen

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heinrich V. von Leiningen († 26. Februar 1272 in Worms (?)) war Bischof in Speyer und Gegenbischof von Iring von Reinstein-Homburg in Würzburg.

Familiäre Hintergründe

Heinrich von Leiningen, stammte aus dem Mainzer Hochadel der Familie Leiningen. Er war ein Sohn von Graf Friedrich II. († 1237), dem Stammvater des zweiten Leininger Grafengeschlechts,

Leben und Wirken

Heinrich von Leiningen hatte es schwer, sich faktisch als Bischof zu behaupten. So wurde er zwar am 27. Oktober 1245 als Heinrich II. zum Bischof von Speyer gewählt, erhielt aber weder Bestätigung noch Weihe und wurde zeitweilig gar aus dem Bistum vertrieben. Erst ab 1260 erwähnen ihn Urkunden wieder als Speyerer Bischof.

Streit um den Würzburger Bischofsstuhl

Auch wenn nach dem Tod von Hermann I. von Lobdeburg das Domkapitel mit einer schnellen und einstimmigen Wahl von Iring von Reinstein-Homburg als neuen Bischof Tatsachen schuf, ging dieser Wahl ein Konflikt voraus, der den Amtsantritt und die Weihe Irings erschwerte. Heinrich V. von Leiningen, Kanzler von König Wilhelm von Holland, sollte mit einem Bistum versorgt werden. Der Abt von Eußertal und der Bischof von Konstanz sollten dies durchsetzen, notfalls auch gegen den Willen des Domkapitels. Aus diesem Grund wurden dem Domkapitel bereits Einschränkungen in der Wahlfreiheit auferlegt. Andere Dokumente, darunter die am 23. Mai 1252 für das gesamte befriedete Deutschland erwirkte Wahlfreiheit, die sich Würzburg am 29. August 1253 explizit nochmals von Papst Innozenz IV. für sich bestätigen ließ, sprechen wiederum für die Rechtmäßigkeit der Wahl. Papst Alexander IV. akzeptierte schließlich Iring von Reinstein-Homburg als neuen Bischof. Heinrich von Leiningen gab sich trotz schwindender Unterstützung nicht geschlagen und vertrieb Iring im Mai 1255 aus Würzburg. Am 4. Januar 1256 entschieden die Kardinäle in Anwesenheit Irings und Vertretern des Heinrich und des Domkapitels zugunsten von Iring.

Heinrich als Bischof

In Würzburg hielt er sich als Bischof 1254 und 1255 auf. Heinrich war Gegenbischof von Iring von Reinstein-Homburg und wurde 1256 seines Amtes als Bischof von Würzburg enthoben. Aufgrund der Kürze seiner tatsächlichen Amtszeit fehlt Heinrich in vielen Würzburger Bischofschroniken.

Siehe auch

Quellen

  • Alfred Wendehorst: Das Bistum Würzburg Teil 2: Die Bischofsreihe von 1254 bis 1455; in: Max-Planck-Institut für Geschichte (Hg.): Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz; Germania Sacra, Neue Folge, 4: Berlin 1969; ISBN 978-3-11-001291-0; S. 3–13.

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Heinrich V. von Leiningen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Vorgänger Amt Nachfolger
Iring von Reinstein-Homburg Bischof
1255 - 1256
Otto von Lobdeburg (Kapitelsvikar)