Heckenwirtschaft

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Eine Heckenwirtschaft ist ein von Winzern und Weinbauern saisonal geöffneter Gastbetrieb, in dem die Erzeuger zu bestimmten Zeiten ihren eigenen Wein direkt vermarkten.

Geschichte[Bearbeiten]

Heckenwirtschaft Neubert in Rimpar

Außerhalb Frankens sind im deutschen Sprachraum auch die Begriffe Straußenwirtschaft, Besenwirtschaft und Besenschänke, Rädlewirtschaft sowie Heuriger verbreitet. In Franken werden sie als Häckerwirtschaft (von Häcker = fränkisch für Winzer) oder Heckenwirtschaft (bzw. kurz Häcke/Hecke) bezeichnet. Das Recht der Heckenwirtschaften geht angeblich auf das Jahr 791 zurück. Aus einem Erlass von Karl dem Großen für kaiserliche Güter, wird das Recht abgeleitet, ist aber nicht nachgewiesen. [1] Die älteste einschlägige Verordnung im Hochstift Würzburg besagt, dass nur heuriger Wein aus eigenem Anbau ausgeschenkt, die Wirtschaft maximal zwei Monate im Jahr betrieben und kein fremder Wein zugekauft werden durfte. In früher Zeit wurde vom Winzer das Wohn- oder Schlafzimmer oder die Garage ausgeräumt und mit Bierbänken und -tischen bestückt. Heute haben viele Betreiber von Heckenwirtschaften eine Gaststättenkonzession.

Schankrecht[Bearbeiten]

Winzer dürfen ihren eigenen Wein mit der Auflage ausschenken, dass diese nur vier Monate im Jahr in höchstens zwei Zeitabschnitten geöffnet haben und max. 40 Sitzplätze vorhanden sind. Es dürfen nur einfache Speisen (z.B. Schlachtplatte, Bratwürste) angeboten werden.

Namensgeber[Bearbeiten]

Der Name Heckenwirtschaft ergibt sich aus den Hecken um Äcker und Weinberge, aus denen man Zweige abschnitt und zu Kränzen gebunden hat, die man dann zum Fenster hinaushängte oder am Dachgiebel anbrachte, um anzuzeigen, dass die Wirtschaft geöffnet hat.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]