Harald zur Hausen

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Harald zur Hausen, 2008

Prof. Dr. Dr. h.c. Harald zur Hausen (* 11. März 1936 in Gelsenkirchen) war wissenschaftlicher Mitarbeiter von 1969 bis 1972 an der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 2008 erhielt er den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung, dass Viren Gebärmutterhalskrebs auslösen können.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Harald zur Hausen studierte in Bonn, Hamburg und Düsseldorf Medizin. Nach seiner Promotion arbeitete er am Institut für medizinische Mikrobiologie der Universität Düsseldorf und wechselte dann an die Virus Laboratories des Children’s Hospital in Philadelphia.

Wissenschaftliche Arbeit in Würzburg[Bearbeiten]

1969 habilitierte er sich an der Universität Würzburg, wo er bis 1972 am Institut für Virologie der Universität tätig war. Harald zur Hausens vorrangiges wissenschaftliches Interesse gilt der Rolle von Viren bei der Entstehung von Tumoren. Bereits in seiner Würzburger Zeit hatte er erstmals nachgewiesen, dass in bestimmten Krebsgeschwulsten des Menschen das Erbgut des Epstein-Barr-Virus vorkommt.

1972 wurde er dann als Professor für Klinische Virologie an die Universität Erlangen-Nürnberg berufen. Von 1983 bis 2003 war Harald zur Hausen Vorsitzender und Wissenschaftliches Mitglied des Stiftungsvorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (DKFZ).

Forschungsgebiete[Bearbeiten]

2008 wurde Harald zur Hausen für seine Leistungen in der Krebsforschung – im Besonderen für seine Erkenntnis, dass Gebärmutterhalskrebs bei Frauen durch Virusinfektionen ausgelöst wird - mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Aus seiner Grundlagenforschung ist ein Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs hervorgegangen, der in Deutschland zugelassen ist. Seit 2007 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Impfkosten für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Information auf der Homepage der Universität Würzburg