Guido Salanus

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P. Guido Salanus da Staggia OESA

P. Guido Salanus da Staggia OESA (* um 1210 in der Toskana; † 1269 in Bologna) war Geistlicher und erster Provinzial der neu errichteten Augustinerprovinz in Deutschland und Generaloberer aller Augustiner-Eremiten ab 1265 bis zu seinem Tod.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Guido trat 1244 in den neu gegründeten Augustiner-Eremitenorden ein. 1256 war er am Zusammenschluss mehrerer älterer italienischer, nur lose organisierter Eremitengruppen zu einem strukturierten Orden beteiligt.

Deutscher Provinzial[Bearbeiten]

Die ersten Augustiner-Eremiten kamen in der Adventszeit des Jahres 1262 unter seiner Leitung nach Würzburg. Mit Erlaubnis von Bischof Iring von Reinstein-Homburg vom 23. Dezember erwarb der Orden bereits 1263 für seine Niederlassung einen Hof am rechten Mainufer beim Sandertor in der heutigen Augustinerstraße 24. Bis zur Fertigstellung ihres Klosters durften die Mönche bei den Dominikanern wohnen.

Nach der Erlaubnis zur Gründung eines Klosters fingen die mit Provinzial Guido nach Würzburg gekommenen Brüder Hesso und Heinrich an, eine geeignete Stätte für die Gründung des Klosters zu suchen. Sie erwarben schließlich den Hof vom Würzburger Bürger Johannes Rezelin, der bei der St.-Georgs-Kapelle im Südteil der Stadt gelegen war. Der Kaufvertrag wurde am 17. März 1263 in der Kapelle unter Beisein des Bischofs ausgestellt und auch durch sein Siegel, sowie das Siegel des Domkapitels, bestätigt.

Nachdem der Kauf des Hofes abgeschlossen war und somit der Standort für das zukünftige Kloster feststand, waren jedoch noch weitere Verhandlungen mit Bischof Iring und dem Domkapitel nötig, um die Pflichten und Rechte der Augustiner des neuen Konvents zu regeln. Hierzu kam Provinzial Guido im Mai desselben Jahres erneut nach Würzburg, um die Verhandlungen zu führen. Der Vertrag wurde am 13. Mai 1263 unterzeichnet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Fabian Rühle: Die Augustiner-Eremiten in der Stadt Würzburg, Von der Gründung 1262 bis zum Bauernkrieg 1525. GRIN-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-640439-560

Weblinks[Bearbeiten]