Grafschaft Rieneck

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Wappen der Grafen von Rieneck nach Scheibler

Die Grafschaft Rieneck war im Mittelalter ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches im heutigen Unterfranken, das sich im Besitz der Grafen von Rieneck befand.

Geschichte[Bearbeiten]

1168 wählte Graf Ludwig I. von Loon und Rieneck Burg und Ort Rieneck im Sinngrund zum Mittelpunkt seiner Herrschaft, die schon bald als Grafschaft Rieneck bezeichnet wurde. Die Burg Rieneck war eine der wichtigsten Befestigungsanlagen der Region Würzburg. Der Sitz der Grafschaft war jedoch seit der Mitte des 13. Jahrhunderts das Schloss in Lohr am Main.

Territorium[Bearbeiten]

Am Ende des 13. Jahrhunderts gehörten zur Grafschaft ein Großteil des Spessarts, Teile des Maindreiecks, beispielsweise Erlabrunn, die Marktheidenfelder Platte östlich des Mainvierecks, der Raum um Grünsfeld sowie Streubesitz von der Nahe bis zum Steigerwald. Durch Erbe gehörte auch Burggrumbach und Bergtheim zeitweise zur Grafschaft.

Ende der Grafschaft[Bearbeiten]

Beim Aussterben der Grafen von Rieneck 1559 umfasste die Grafschaft nur noch den Raum um Lohr, sowie zersplitterte ausgegebene Mannlehen hauptsächlich im nördlichen Spessart. Die Grafschaft fiel größtenteils an das Erzbistum Mainz heim. 1806 erfolgte der Übergang der mainzischen Ämter Lohr und Rieneck an das Fürstentum Aschaffenburg, 1814 an das Königreich Bayern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]