Gigagää

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Gigagää ist ein ehemals im Landkreis Würzburg gebräuchlicher Spottname für die Rimparer Bevölkerung.

Herkunft[Bearbeiten]

Vermutlich hat der Begriff etwas mit gefiederten Kleintieren zu tun. Rimpar ist als Maurerdorf bekannt, und dieser Berufszweig hatte in den Wintermonaten keine Arbeit. Also musste man sich mit allerlei Haustiere, angefangen von der Ziege (die Kuh des armen Mannes) über das Hausschwein (für die winterliche Hausschlachtung) bis zu Enten und Hühnern selbst versorgen, um über die kargen Wintermonate zu kommen. Dazu hatte fast jeder Arbeiter seinen Acker, wo Gerste, Weizen und Kartoffel angebaut wurden, um die Tiere versorgen zu können.

Im Rahmen der Flurbereinigung um 1965 hatten diese kleinen Ackergrundstücke für die Eigen-Versorgung ausgedient, da die Flurbereinigungskosten für damalige Verhältnisse hoch waren und die Arbeiter ihren Acker an die Bauern verkauften, um diese Umlegungs-/Bereinigungskosten zu umgehen.

Da Rimpar ja auch rund 750 Hektar Gemeindewald hat und der Staatswald mit rund 2200 Hektar dazukommt, hatte man im Winter auch Zeit zum Brennholz machen. Damit war die Versorgung der Arbeiterfamilie sichergestellt, um die Wintermonate gut zu überstehen.

Bedeutung[Bearbeiten]

Mit dem Begriff „Gigagää“ hat man die bescheidenen Mittel und Umstände der betreffenden Menschen zum Ausdruck gebracht.

  • Gi – steht für Gicker: damit war die kleine Mistgabel gemeint.
  • ga – steht für Gackeli (Eier): die Hühnereier.
  • gää – steht für Gäs (Geiß/Ziege): die Kuh des kleinen/armen Mannes.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]