Georg Reumann

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Georg Reumann († 28. August 1601 in Kitzingen am Main) war Münzmeister, Ratsherr und älterer Bürgermeister in Würzburg zwischen 1579 und 1580.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Reumann war Münzmeister an der Fürstbischöflichen Münzprägeanstalt.

Bürgermeister von Würzburg[Bearbeiten]

Reumann war zunächst jüngerer Bürgermeister von 1575 bis 1576 unter Johann Steinbickel, dann älterer Bürgermeister von 1579 bis 1580.

Emigration aus Glaubensgründen[Bearbeiten]

Danach wurde er aufgrund seines Bekenntniswechsels zum evangelisch-lutherischen Glauben aus Würzburg nach Kitzingen vertrieben. Ab 1587 mussten alle Ratmitglieder in Würzburg römisch-katholischen Bekenntnisses sein.

Stifter[Bearbeiten]

Reumann stiftete um 1600 noch zu Lebzeiten eine Weinkanne aus Gold und Silber für die Abendmahlfeier der Kitzinger Stadtpfarrkirche und ließ 1593 im Friedhof die Gottesackerkapelle und ein Leichenhaus errichten. Am 7. Februar 1598 verfasste er gemeinsam mit seiner Ehefrau Barbara, geb. Weyher in Kitzingen sein Testament.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Georg Reumann wurde in der von ihm erbauten Kitzinger Friedhofskapelle auf dem Alten Friedhof beigesetzt. Der Grabstein war im gotischen Stile gestaltet und wurde in den Koalitionskriegen im Jahr 1809 stark beschädigt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Hertz/Uwe Bernd Ahrens, Chronik der Evangelischen Gemeinde Kitzingen, Books on Demand, Neuauflage 2017, Kapitel 44, ISBN 978-3-744832-106
  • Verzeichnis der vom Historischen Vereine für den Untermainkreis gesammelten Manuskripte, Historischer Verein für den Untermainkreis, 1837, S 30.
  • Friedrich Anton Reuss, Inscriptionum et monumentorum sepulchralium urbis Kitzingae delectus, Thein 1837, S. 19


Vorgänger Amt Nachfolger
Hans Müller Älterer Bürgermeister
1579 - 1580
Johann Steinbickel