Georg-August Christ

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Georg-August Christ

Georg-August Christ (* 1881) war Kommunalpolitiker und erster Bürgermeister der Gemeinde Eisingen von 1929 bis 1945.

Gemeindebürgermeister[Bearbeiten]

Am Karsamstag 1945 erhielt Christ von der seinerzeitigen Kreisleitung den Befehl, in Eisingen sofort die bereits vorgeplante Panzersperre errichten und die vorrückenden amerikanischen Panzer mit Panzerabwehrfäusten abschießen zu lassen. Christ führte den Befehl nicht aus. Er ging am ersten Osterfeiertag um 6 Uhr der von Waldbrunn her anrückenden amerikanischen Panzerabteilung entgegen und übergab deren Kommandeur die Ortschaft kampflos. Seiner Bitte, die Gemeinde zu verschonen, wurde entsprochen, so dass Eisingen keinerlei Schaden entstand.

Christ richtete nach dem Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 in der Gastwirtschaft zum Stern in Eisingen am 18. März 1945 eine Gemeinschaftsküche ein, um etwa 400 der rund 600 Flüchtlinge aus der Stadt, die in Notunterkünften in der Gemeinde untergebracht waren, zu verköstigen.

Schriftsteller[Bearbeiten]

Ab etwa 1947 begann er seine Erlebnisse aus der Nachkriegszeit nieder zu schreiben.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach ihm ist die Georg-August-Christ-Straße in Eisingen benannt. Seit 2019 ziert eine Gedenktafel das Eisinger Rathaus.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]