Friedrich Helfreich

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Prof. Dr. Friedrich Christian Helfreich (* 17. September 1842 in Schweinfurt; † 12. Februar 1927 in Würzburg) war Augenheilkundler und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Helfreich besuchte das Gymnasium in Aschaffenburg, studierte in München, Würzburg (u.a. bei Albert von Koelliker), Göttingen, Berlin und Wien, promovierte 1865 und bildete sich unter für Ophthalmologie aus. 1868 ließ er sich in Würzburg als Augenarzt nieder, habilitierte sich 1869 und begründete 1872 eine private Augenklinik. An den militärischen Feldzügen 1866 und 1870/71 nahm er als Bataillonsarzt teil.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1872 war er zunächst Honorarprofessor, 1886 wurde er zum Honorarprofessor ernannt und erhielt 1896 noch das Fach der medizinischen Geschichte, sowie der medizinischen Geographie und Statistik, dann als außerordentlicher Professor, übertragen. 1919 wurde Helfreich emeritiert.

Publikationen (Auszug)[Bearbeiten]

  • Experimentelle Untersuchung über die Pathogenese des Diabetes mellitus, Würzburg 1866
  • Über die Nerven der Conjunctiva und Sclera, 1870
  • Beitrag zur Lehre vom Glioma retinae (v. Graefe's Arch. f. Ophth. XXI
  • Über Arterienpuls der Netzhaut (Festschrift zur 3. Säkularfeier der Alma Julia-Maximiliana 1882
  • Über den Venenpuls der Retina und die intraoculare Circulation (v. Graefe's Arch. f. Ophth. XXVIII)
  • Über künstliche Reifung des Staares, Sitzungsb. d. Würzb. med.-physik. Ges. 1884
  • Eine besondere Form der Lidbewegung (Festschr. z. 70. Geburtstage von Albert v. Kölliker, 1887
  • Über Melanosarkom des Augenlides, Sitzungsber. d. phys.-med. Ges. z. Würzburg 1891
  • Über mittelalterliche deutsche Arzneibücher, Sitzungsber. d. physik.-med. Ges. zu Würzb. 1899

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1908: Ernennung zum königlich-bayerischen Hofrat

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elke Riedel: Der Würzburger Ophthalmologe und Medizinhistoriker Professor Dr. Friedrich Christian Helfreich (1842-1927) und sein Werk. (Medizinische Dissertation) Würzburg 1998 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen, 62)
  • Werner E. Gerabek, Helfreich, Friedrich in: Enzyklopädie Medizingeschichte, Band I, A-G, Berlin 2007, S. 565

Weblinks[Bearbeiten]