Christian Bönicke
Christian Bönicke (* 1745 in Würzburg; † 14. Juni 1805 ebenda) war Historiker, Herausgeber und Rechtsprofessor an der Universität Würzburg.
Familiäre Zusammenhänge
Sein älterer Bruder war der katholische Geistliche Johann Michael Bönicke.
Leben und Wirken
Nach der Schulausbildung am Aufsessianum in Bamberg [1] studierte Bönicke ab 1763 an der Juristischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Nach seiner Dissertation in Philosophie, die er noch im gleichen Jahr am 26. August abschloss, trat er in das Klerikerseminar Würzburg ein und wurde im Jahr 1769 zum Priester ordiniert. In den folgenden zwei Jahren ging er als Hofmeister (= Verwalter) zur Familie von Röthlein und wurde Jahr 1773 als Kaplan an die Vituskirche in Iphofen geschickt.
1775 kehrte er als Hofmeister nach Würzburg zurück und diente bis 1778 der Familie Gebsattel. 1779 folgte er dem Weihbischof Daniel von Gebsattel als Kaplan an den Kiliansdom. Zwischen 1780 und 1788 diente Bönicke als Hofmeister am Adeligen Seminar in Würzburg. Nach der Übersiedlung des Reichsgeschichtsprofessors Michael Ignaz Schmidt nach Wien gelang es Bönicke dessen Stelle an der Universität Würzburg einzunehmen. Christian Bönicke blieb auch nach dem Ende des Hochstifts Würzburg im Zuge der Säkularisation Professor für Reichsgeschichte.
Publikationen (Auszug)
- Christian Bönicke (Hrsg.): Grundriss einer Geschichte von der Universität zu Wirzburg. I-II, Druck: Franz Ernst Nitribitt, Würzburg 1782 und 1788
- Christian Bönicke: Zusätze zu dem Lehrbuche der allgemeinen Weltgeschichte, zum Gebrauche der Schulen eingerichtet, 8. Auflage, Würzburg 1791.
Siehe auch
Quellen
- Biografie von Christian Bönicke auf den Internetseiten des Hauses der Bayerischen Geschichte
- Christian Bönicke auf koeblergerhard.de
