Flugzeugabsturz bei Eichelsee 1945

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Bei einem Flugzeugabsturz bei Eichelsee am 25. Februar 1945 durch Feindbeschuss kam der Pilot Feldwebel Hans Clausner ums Leben.

Lage

Das Flugzeug stürzte 150 Meter südöstlich von Eichelsee auf eine an ein kleines Waldstück angrenzende Wiese ab.

Flugzeugabsturz

Der Heimatforscher und Autor Helmut Veeh beschreibt den Flugzeugabsturz in seinem Werk „Die Kriegsfurie über Franken 1945“ auf Seite 24 folgendermaßen:

Von der II./KG(J)54 in Kitzingen waren am Vormittag vier Piloten mit der Me 262 A-1a zu einem ihrer ersten Verbandsflugübungen gestartet, mit vorgesehener Außenlandung in Giebelstadt. Schon beim Start werden die Me 262 von einer Squadron der 55. US-Fighter Group in der Luft beobachtet. Captain Donald O.Penn gibt den Befehl die Zusatztanks an den P-51 Mustangs abzuwerfen und aus der Überhöhung heraus anzugreifen. Bei Iphofen wird die erste Me 262 (B3+AN) abgeschossen. Der Pilot Lt. Knobel steigt mit dem Fallschirm aus und wird am Schirm hängend von den Mustangs beschossen. Leblos schlägt er von mehreren Schüssen getroffen am Boden auf. Die zweite Me 262 (B3+BN) stürzt bei Segnitz brennend ab, der Pilot Lt. Lackner ist tot. Die dritte Me 262 (B3+DP) mit Fw. Clausner versucht im Tiefflug den nahen Flugplatz Giebelstadt zu erreichen. Vier P-51 Mustangs verfolgen und beschießen die Me 262. Nur 150m vom Dorfrand von Eichelsee entfernt schlägt die Maschine auf. Die linke Turbine mit der Tragfläche bohrt sich in die Erde, dadurch wird das Flugzeug zerrissen. Der Rumpf mit der rechten Tragfläche und dem Triebwerk liegen etwa 50m von der Aufprallstelle entfernt. Der Pilot Fw. Clausner wird aus der Kabine geschleudert und liegt tot neben dem Wrack. Äußerlich Verletzungen sind nicht zu sehen. Soldaten vom Flugplatz Giebelstadt bedecken den Toten mit seinem Fallschirm. Er wird in einen Bauernhof gefahren und später nach Giebelstadt gebracht. Von den vier Piloten die auf dem Kitzinger Flugplatz mit der Me 262 gestartet sind, gelingt es nur einem Piloten im Tiefflug den feindlichen Jägern zu entkommen und wieder sicher in Kitzingen zu landen. Von der I./KG(J)54 starten einige Me 262 zu einem Abwehreinsatz. Bei Neustadt/Aisch wird eine P-51 Mustang abgeschossen und eine Me 262, mit Fw. Einhart, geht verloren.

Zum Tathergang hat darüber hinaus der Heimatforscher und Oberlehrer Gerhard Schwarz recherchiert. Schwarz befragte mehrere Augenzeugen zu dem Flugzeugabsturz und hielt die Ergebnisse in seiner Broschüre „Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Eichelsee“ fest: Der Beschuss des deutschen Jagdflugzeuges und der daraus resultierende Absturz der Maschine ereignete sich demnach an einem Sonntag, während in Eichelsee ein Gottesdienst abgehalten wurde. Die aufgeschreckten Kirchenbesucher suchten panisch Möglichkeiten sich zu verstecken. An der Absturzstelle erwartete die Eichelseer ein schreckliches Bild, das oben bereits beschrieben ist. In der Broschüre wird bestätigt, dass der Pilot Hans Clausner „unzerstückelt in seiner Uniform“ etwa 50 Meter neben der Absturzstelle lag und dann zunächst von deutschen Soldaten des Flugplatzes Giebelstadt mit einem Fallschirm abgedeckt wurde. Bevor der Leichnam und ein Großteil der Trümmerteile abgeholt wurden, lag der tote Pilot auf einem roten Bretterwagen des Bauern Kämmer. Reste der Me 262 waren laut Zeitzeugenaussagen noch jahrelang nach dem Ereignis unter einem Weidenbaum gelegen.

Flugzeug

Das abgeschossene Flugzeug war ein in Kitzingen stationierter deutscher Jagdflieger vom Typ Messerschmitt 262 A-1a, Werknummer 110 947, das Flugzeug hatte die Geschwaderkennung "B3+DP". Anders als die Kennung es vermuten lässt, war das Flugzeug der 5. Staffel der II./KG(J)54 zugeordnet.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Die Recherche zum Flugzeugabsturz wurde dankenswerterweise von Georg Menig und Wolfgang R. Hesse unterstützt.

Weblinks

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