Dornfelder

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Dornfelder ist eine frühreifende Rotweinsorte, die auch in Franken angebaut wird.

Namensgeber[Bearbeiten]

Der Dornfelder ist die erfolgreichste deutsche Neuzüchtung bei den Rotweinsorten. Die Ursprünge liegen in Weinsberg (Baden-Württemberg). Dort gab der Weinbaufachmann Immanuel Dornfeld (* 1796; † 1869) 1849 [1] den Anstoß zur Gründung der dortigen Weinbauschule.

Geschichte und Anbaufläche[Bearbeiten]

August Herold züchtete 1955 den Dornfelder durch Kreuzung der Sorten Helfensteiner (eine Kreuzung aus Frühburgunder und Trollinger) und Heroldrebe (eine Kreuzung aus Portugieser und Limberger). Mitte der siebziger Jahre begann sich die Sorte Dornfelder durchzusetzen. In Franken ist der Dornfelder mit einer Anbaufläche von 149,47 Hektar die am dritthäufigsten angebaute Rotweinsorte. Die Fläche nahm zuletzt jedoch ab. [2] [3]

Dornfelder im Weinberg[Bearbeiten]

Es handelt sich um eine robuste, wenig anfällige Rebsorte mit hohen Erträgen. Die Trauben wachsen lockerbeerig und sind daher wenig fäulnisgefährdet. Die Rebe stellt hohe Ansprüche an den Boden und mag keine frostgefährdeten Weinlagen.

Geschmack[Bearbeiten]

Dornfelder wird überwiegend als trockener Rotwein, teilweise auch halbtrocken ausgebaut. Es gibt zwei unterschiedliche Ausbaustile. Der erste betont die intensiven Fruchtaromen, wie Sauerkirsche, Brombeere und Holunder und wird jung auf den Markt gebracht. Andere Winzer bauen den Dornfelder im Barrique-Fass aus, betonen dabei die Gerbstoffe und Struktur des Weins und nehmen die Fruchtaromen zurück. Meist handelt es sich um gehaltvolle, geschmeidige und harmonische Weine.

Essen und Trinken[Bearbeiten]

Weine der Rebsorte Dornfelder passen gut zu kräftigem Braten, Wild oder Käse.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]