Kreuzkirche (Ochsenfurt)

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Katholische Kreuzkirche im Stadtzentrum von Ochsenfurt
Innenansicht
Westfassade der Kreuzkirche

Die katholische Kreuzkirche in Ochsenfurt liegt im Ortszentrum in der Spitalgasse und ist auch als Spitalkirche des ehemaligen Spitals bekannt.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die Kirche ist dem Hl. Kreuz und der Hl. Elisabeth von Thüringen geweiht. Dies Fest Kreuzauffindung beschreibt den Tag, an dem der Legende nach das Kreuz Christi gefunden worden sein soll, über zweihundert Jahre nach Christi Auferstehung. Elisabeth von Thüringen,(* 7. Juli 1207 in Sárospatak (?),† 17. November 1231 in Marburg), Landgräfin von Thüringen, hat sich nach dem Tod ihres Mannes ganz der Nächstenliebe verschrieben. Elisabeth starb im Alter von 24 Jahren, aufgezehrt in der Fürsorge für andere, und wurde in ihrem Franziskushospital bestattet. Ihr Gedenktag ist am 17. November.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kirchenschiff eines Vorgängerbaus stammt aus der Zeit der Karolinger, was ein Kopf aus Sandstein am Chor belegt. Die einstige Vikarie zum hl. Kreuz, St. Helena und St. Elisabeth ist im Jahr 1413 belegt. Die Kirche wurde mehrfach verändert, so die Westseite im 18. Jahrhundert und das Langhaus mit Kassettendecke im 19. Jahrhundert.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Tympanon über dem Südportal der Kreuzkirche

Das Gebäude verfügt über einen eingezogenen Chorraum aus dem Jahr 1499 und einem dreigeschossigen Kirchturm mit spitzer Haube im Stil der Echtergotik. Das Westportal aus der Mitte des 15. Jahrhunderts ist mit vielen Figuren geschmückt. Der Turm ist in seiner heutigen Gestalt 1616 erwähnt. Der Chor hat ein mit netzförmiges Rippengewölbe dessen Rippen auf Konsolen mit Renaissanceprofil über Engelsköpfen ruhen. Im Mittelpunkt des Chorabschlusses findet sich das fränkische Wappen. Über dem Hauptportal an der Außenseite befindet sich ein spätgotisches Tympanon mit Szenen aus dem Leben der Hl. Elisabeth bei Werken der Nächstenliebe.

Kunstwerke[Bearbeiten]

Im Inneren befinden sich drei Altäre. Über dem schlichtem Hauptaltar hängt ein Kreuz, beim rechten Seitenaltar eine holzgeschnitzte Schutzmantelmadonna. Über dem linken Seitenaltar ist eine Figur der hl. Elisabeth. 1961 wurde ein Fresko aus dem Jahr 1449 entdeckt. Bei der Innenrenovierung im Jahr 1971 wurde ein Wandgemälde von 1448 frei gelegt, das eine Station auf dem Weg nach Golgotha, jedoch ohne Christus, darstellt.

Pfarreisprengel[Bearbeiten]

Die Kreuzkirche gehört als Expositur zur Stadtpfarrei St. Andreas (Ochsenfurt)

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

Die Kreuzkirche gehört zur Pfarreiengemeinschaft Ochsenfurt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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