Christoph Becker

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Christoph Becker

P. Prof. Dr. Christoph Edmund Becker SDS (* 22. Oktober 1875 in Elsoff bei Frankfurt am Main; † 30. März 1937 in Würzburg) war Salvatorianerpater und Gründer der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Edmund Becker begeisterte sich schon früh für die Mission und schloss sich als vierzehnjähriger Junge im September 1889 der Gesellschaft des Göttlichen Heilands (Salvatorianer) an und erhielt den Ordensnamen Christopherus. In Rom studierte er Philosophie und Theologie und schloss mit dem Doktorat in beiden Disziplinen ab. Nach seiner Priesterweihe am 17. April 1898 wirkte als Erzieher, Dozent und Ordensoberer in Meran.

Missionstätigkeit[Bearbeiten]

Am 9. Januar 1906 bekam Pater Christoph die Ernennung zum Apostolischen Präfekten der Salvatorianermission Assam in Indien und war nun verantwortlich für die seelsorgerischen und organisatorischen Aufgaben in diesem Missionsgebiet. Der Erste Weltkrieg setzte seinem Wirken ein Ende. Im Juli 1915 wurde er von den Engländern interniert und ein Jahr später kehrte er nach Deutschland zurück. Die letzten beiden Kriegsjahre erlebte er als Feldgeistlicher an der Westfront.

Gründung des Missionsärztlichen Insitituts[Bearbeiten]

Ein erneuter Einsatz in der Mission nach Kriegsende kam aufgrund seines angegriffenen Gesundheitszustandes nicht in Betracht. Deshalb versuchte Becker von daheim aus, missionarische Arbeit zu leisten und zu fördern. In Schriften und Vorträgen setzte er sich mit Fragen der Mission auseinander wobei ihm besonders die ärztliche Fürsorge am Herzen lag. Sein Ziel war die Gründung eines Instituts zur Ausbildung medizinischer Fachkräfte für den Missionseinsatz. So konnte er am 3. Dezember 1922 das Missionsärztliche Institut in Würzburg gründen.

Krankenhausdirektor[Bearbeiten]

Angesichts seiner angegriffenen Gesundheit schied er bereits nach einem halben Jahr aus der Position des Institutsdirektors aus und bereitete sich auf einen Einsatz in der Chinamission vor. Schon wenige Monate später wurde er gebeten, erneut die Leitung des Instituts zu übernehmen. Trotz gesundheitlicher Probleme sagte Becker zu und blieb dem Institut bis zu seinem Tod als Direktor treu.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

Ab dem Sommersemester 1924 hielt er missionswissenschaftliche Vorlesungen und war ab 1. September 1928 Honorarprofessor der Universität Würzburg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ludwig K. Walter: Biogramme zum Lehrpersonal der Theologischen Fakultät Würzburg. Zweiter Band, Teil 1

Weblinks[Bearbeiten]