Bildstock am Sonnenberg 1737 (Kaltenhausen)

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Bildstock „Jörgenmaterla“ in der Weinlage Untereisenheimer Sonnenberg

Der Bildstock am Sonnenberg ist ein Baudenkmal in den Weinbergen gegenüber von Kaltenhausen.

Standort[Bearbeiten]

Der Bildstock - volkstümlich auch Jörgenmaterla - befindet sich am Prosselsheimer Weg in der Weinlage Untereisenheimer Sonnenberg. Sein früherer Standort war in der Flur über der Dipbacher Steige.

Beschreibung[Bearbeiten]

„Bildstock, Reliefaufsatz mit Pietàdarstellung, Rückseite mit Hl. Georg, auf Säule über Postament, Sandstein, bezeichnet 1737.“

Aufbau[Bearbeiten]

Sockelplatte, auf Schaftbasis sich nach oben verjüngende Rundsäule, Zwischenstück volutengeziert, Aufsatz von Pilastern flankiert und profilierter Rundbogenabschluss.

Ikonografie[Bearbeiten]

  • Aufsatzvorderseite: Relief einer Pietà
  • Aufsatz seitlich links: Relief des Hl. Petrus
  • Aufsatz seitlich rechts: Relief des Hl. Paulus
  • Aufsatzrückseite: Relief des Hl. Georg (zu Pferde)

Inschrift[Bearbeiten]

  • Zwischenstückvorderseite: M H 1737 (M H = vermutlich die Initialen des Stifters)

Bildergalerie[Bearbeiten]

Sage[Bearbeiten]

„Michel und Jörg waren gute Freunde und plauderten oft über das Leben nach dem Tode. Um darüber Näheres zu erfahren, machten sie aus, dass derjenige, der zuerst stirbt, dem anderen Nachricht über sein Schicksal im Totenreich geben wird. Der Überlebende soll um die zwölfte Stunde der dritten Nacht nach der Beerdigung an das Grab des toten Freundes kommen und lauschen!

Früher als die beiden dachten, starb der Michel. So sollte also Jörg als erster Lebender erfahren, was uns nach dem Tode erwartet. Wie vereinbart ging Jörg zum Kirchhof, und als die Uhr der Pfarrkirche die Mitternacht zu schlagen begann, legte er sein Ohr auf den frischen Grabhügel und lauschte, was der tote Michel ihm zu erzählen habe.

Kaum war der letzte Glockenschlag verhallt, teilte sich die Erde des Grabes und eine weiße Totenhand ergriff den Kopf des neugierigen Jörg. Am anderen Morgen fanden ihn die Leute mit verdrehtem Hals auf dem Grabe seines Freundes. Ob man zu seinem Gedächtnis das „Jörgenmarter“ errichten ließ?“ [1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Eisenheim, Nr. D-6-79-167-58
  • Infotafel Bildstockweg Eisenheim
  • Inventar religiöser Kleindenkmale im nördlichen Landkreis Würzburg (Gemeinden mit Ortsteilen), Abschnitt XVII, Universitätsbibliothek Würzburg, S. 293

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Infotafel Bildstockweg Eisenheim

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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