Bernd Hollerbach

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bernd Hollerbach (2015)
Bernd Hollerbach (17. August 2017)

Bernd Hollerbach (* 8. Dezember 1969 in Würzburg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Bernd Hollerbach begann seine Karriere beim ASV Rimpar 1894 e.V.. Ab 1988 spielte er für die Würzburger Kickers, mit denen er 1990 den Aufstieg in die Bayernliga schaffte. Dort empfahl er sich durch gute Leistungen und wechselte in der Winterpause zum FC St. Pauli in die Fußball-Bundesliga. Dort konnte er den Abstieg nicht verhindern und spielte daraufhin vier Jahre lang in der 2. Fußball-Bundesliga. In der Saison 1994/95 schaffte er mit dem FC St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga, wechselte jedoch zum 1. FC Kaiserslautern. Dort blieb er nur ein halbes Jahr und wechselte dann zum Hamburger SV. Mit dem HSV spielte er bis 2004 in der Bundesliga und gewann 2003 den Ligapokal.

Bekannt war Hollerbach als harter Linksverteidiger (genannt die Holleraxt), der es fast in jeder Saison auf über 10 Gelbe Karten brachte. Insgesamt erhielt er zu seinen Bundesligazeiten 98 gelbe und 3 rote Karten. Nur Stefan Effenberg erhielt mehr Verwarnungen, allerdings bei wesentlich mehr Einsätzen.

Trainertätigkeit[Bearbeiten]

Bernd Hollerbach trägt sich am 27. Mai 2016 ins Goldene Buch der Stadt Würzburg ein.

Nach seiner achtjährigen HSV-Zeit übernahm der gelernte Metzger einen Trainerjob beim VfL 93 Hamburg. Am 1. Juli 2006 wurde er Trainer des VfB Lübeck in der Regionalliga Nord. Nach zwei Niederlagen in Folge, welche die Aufstiegsambitionen der Hansestädter in Frage stellten, wurde er am 28. Februar 2007 entlassen. Im Juni 2007 wurde er vom deutschen Erstligisten VfL Wolfsburg als Co-Trainer neben Felix Magath verpflichtet. Im Juli 2008 übernahm er zusätzlich die zweite Mannschaft in der Regionalliga Nord. Zur Rückrunde übernahm Lorenz-Günther Köstner die zweite Mannschaft. Am Ende der Saison 2008/09 wurde Hollerbach als Co-Trainer des VfL Wolfsburg Deutscher Meister.

Zur Saison 2009/10 wechselte Hollerbach an der Seite von Felix Magath als Co-Trainer zum FC Schalke 04 [1], wo er bis März 2011 tätig war. [2] Nach Felix Magaths Entlassung am 16. März 2011 löste Hollerbach einen Tag später gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Werner Leuthard seinen Vertrag beim FC Schalke 04 auf und wechselte anschließend am 18. März 2011 mit Felix Magath und Werner Leuthard zurück zum VfL Wolfsburg. Am 25. Oktober 2012 verließ Hollerbach nach der Entlassung von Magath den Verein auf eigenen Wunsch.

Seit der Saison 2014/15 trainierte Bernd Hollerbach als Chefcoach seinen Heimatverein Würzburger Kickers. Am 31. Mai 2015 schaffte er mit seiner Mannschaft in der Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken den Aufstieg in die 3. Liga. Nur ein Jahr später, am 24. Mai 2016, gelang Hollerbach der erneute Aufstieg in die 2. Liga in der Relegation gegen den MSV Duisburg. Nach dem direkten Abstieg der Würzburger Kickers von der 2. in die 3. Liga durch eine sieglose zweite Halbserie in der Saison 2016/2017 trat Hollerbach am 22. Mai 2017 nach knapp dreieinhalb Jahren als Cheftrainer zurück. Seine Nachfolge trat Stephan Schmidt an. [3]

Am 21. Januar 2018 nannten die Medien ihn als neuen Cheftrainer des Hamburger Sportvereins als Nachfolger des entlassenen Markus Gisdol. [4] Am 22. Januar 2018 übernahm Hollerbach die nach dem 19. Spieltag der Saison 2017/18 mit 15 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz stehende Bundesligamannschaft des Hamburger SV. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. [5] Nachdem Hollerbach keines seiner letzten 17 Spiele mit den Würzburger Kickers hatte gewinnen können, gewann er auch keines seiner sieben Spiele mit dem Hamburger SV (drei Unentschieden, vier Niederlagen) und stellte damit einen neuen Rekord im deutschen Profifußball auf. [6] Am 12. März 2018, sieben Wochen nach seiner Vorstellung, wurde Hollerbach freigestellt, als sich der HSV acht Spieltage vor dem Saisonende mit sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz weiterhin auf dem 17. Tabellenplatz befand. [7]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bernd Hollerbach aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Einzelnachweise[Bearbeiten]