Bandkeramische Siedlung (Estenfeld)

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Die Bandkeramische Siedlung ist eine prähistorische archäologische Fundstelle im Osten von Estenfeld nördlich der Umgehungsstraße.

Namensgeber[Bearbeiten]

Die Bandkeramische Kultur ist die älteste bäuerliche Kultur der Jungsteinzeit. Der Name leitet sich aus den charakteristischen Verzierungen keramischer Gefäße aus dieser Zeit ab, die mit einem Muster aus eckigen, spiral- oder wellenförmigen Linien verziert waren.

Zeitliche Einordnung[Bearbeiten]

Die Blütezeit der Bandkeramik war zwischen 5 500 und 4 500 v Chr.

Lage[Bearbeiten]

Die prähistorische Siedlung liegt auf der Gemarkungsgrenze zu Kürnach und wurde beim Bau der Verbindungsstraße zwischen der Bundesstraße 19 und dem Kreisverkehr am Gewerbegebiet Wachtelberg entdeckt.

Ausgrabung[Bearbeiten]

Durch die Baumaßnahme drohte eine ausgedehnte und seit längerem durch Lesefunde aus der jüngeren Steinzeit bekannte Fundstelle in weiten Teilen zerstört zu werden. Daher wurden zunächst Befunderstreckung und -erhaltung durch die Sondierung der gesamten geplanten Trasse geklärt und die dabei als relevant eingegrenzten Bereiche im Verlauf des Jahres auf zwei Flächen untersucht.

Funde[Bearbeiten]

Fläche 1[Bearbeiten]

Hier kamen die Reste einer bislang unbekannten, kleinen Siedlungsstelle zutage. Gefunden wurden ein paar Pfostengruben, zwei kleinere Vorratsgruben, die eine größere Menge an Keramik bargen, sowie um eine zylinderförmige Grubendarre. Das Fundmaterial datiert nach einer ersten Durchsicht in die Übergangsphase von der späten Hallstatt- in die frühe Latènezeit.

Fläche 2[Bearbeiten]

Das Areal lag mit 430 m Länge und maximal 20 m Breite auf einem flach nach Osten geneigten Lösshang. Hier wurde das durch Lesefunde bekannte Siedlungsareal in seiner gesamten Breite von Westen nach Osten durchschnitten und auf 300 m Breite die linearband-keramische Siedlungsstelle erfasst. Es konnten eindeutig rekonstruierbare Hausgrundrisse im westlichsten Flächenabschnitt gefunden werden, die aber, bedingt durch die Trassenbreite, nicht vollständig waren. Am besten erhalten zeigte sich ein durch Wandgräbchen und Pfostengruben belegter Langhausgrundriss.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]