Andreas Joseph Hofmann

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Prof. Andreas Joseph Hofmann (* 14. Juli 1752 in Zell a. Main; † 6. September 1849 in Winkel/Rheingau) war Philosoph und Revolutionär und einer der Hauptakteure der Mainzer Republik. Als Vorsitzender des Rheinisch-deutschen Nationalkonvents rief er am 18. März 1793 die erste Republik in Deutschland aus, den Rheinisch-Deutschen Freistaat.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem frühen Tod von Hofmanns Vater, einem Chirurgen, wurde er von seinem Onkel Andreas Joseph Fahrmann, Professor für Moraltheologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, erzogen. Nach einem Jahr an einem Jesuitenseminar studierte er Jura an der Universität Würzburg, in Mainz und in Erlangen. Nach einigen Jahren am Reichshofrat in Wien musste Hofmann wegen verschiedener kritischer Veröffentlichungen die Stadt verlassen. Anschließend schloss er sich dem Geheimbund der Illuminaten an.

Professor[Bearbeiten]

Er kehrte 1784 nach Mainz zurück, wo er bis 1791 Geschichte der Philosophie lehrte. Daran anschließend wurde ihm der Lehrstuhl für Naturrecht übertragen.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Hofmann war ein liberaler und fortschrittlicher Denker. So befürwortete er beispielsweise, dass Vorlesungen und Gottesdienste auf Deutsch gehalten werden sollten. Unzufrieden mit der Langsamkeit der Reformen in Kurmainz war er von Anfang an ein Befürworter der Französischen Revolution. Als die französische Armee Mainz am 21. Oktober 1792 einnahm, waren der Kurfürst und sein Hof bereits geflohen. Der populäre und redegewaltige Hofmann kritisierte in seinen vielen Reden sowohl das ancien régime des Kurfürsten als auch die Politik der französischen Militärregierung. Er half bei der Organisation der Wahlen zum Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent mit, insbesondere in ländlichen Gebieten, wurde in dieses erste demokratische deutsche Parlament gewählt und zu dessen Präsident bestimmt. Nach der Kapitulation der Republik Mainz während der Koalitionskriege floh Hofmann nach Paris. Dort in der Folgezeit Vorsitzender des Ausschusses für die politischen Flüchtlinge. Ende 1793 bis 1795 war er wiederholt im Auftrag der Französischen Revolutionsregierung in England. 1797 wurde Hofmann oberster Steuerbeamter des Département Donnersberg und kehrte wieder nach Mainz zurück. Nach Napoleons endgültiger Niederlage zog sich Hofmann 1803 ins Privatleben zurück und verbrachte den Rest seines Lebens im Rheingau.

Literarisches Werk[Bearbeiten]

  • Der Aristokraten-Katechismus. Ein wunderschönes Büchlein, Mainz 1792

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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