Alfred Jodl

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Alfred Jodl

Alfred Jodl (* 10. Mai 1890 in Würzburg; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg) war Generaloberst und Chef des Wehrmachtführungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

Zwischen 1903 und 1910 besucht Jodl die Kadettenschule der bayerischen Armee in München und wird Fähnrich in einem Artillerieregiment. Als Batterieoffizier dient Jodl im Ersten Weltkrieg an der Westfront und wird zweimal verwundet. Nach dem Krieg wird er in die Reichswehr übernommen und beginnt 1923 eine Ausbildung im Generalstab in Berlin.

Wehrmachtsoffizier[Bearbeiten]

Nach der Beförderung zum Oberstleutnant 1933 erhält Jodl zwei Jahre später die Leitung der neuen Abteilung "Landesverteidigung", die dem Reichskriegsministerium untersteht. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs wird er Chef im Oberkommando der Wehrmacht. In dieser Position rückt Jodl zum engsten Berater Hitlers in Fragen der Gesamtkriegführung auf. 1942 übernimmt Jodl die Leitung sämtlicher Operationen gegen die Westalliierten und ist damit für die Kriegsführung von Norwegen bis Nordafrika verantwortlich. Zum Ende des Krieges im April 1945 wird er mit dem Wehrmachtführungsstab nach Norddeutschland verlegt und unterzeichnet am 8. Mai in Reims als Bevollmächtigter von Großadmiral Karl Dönitz die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht. Zusammen mit der Reichsregierung und der Wehrmachtsführung geht er in Flensburg in britische Kriegsgefangenschaft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Jodl war einer der 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagten Personen. Er wurde am 1. Oktober 1946 in allen Anklagepunkten, darunter Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, schuldig gesprochen und zum Tod durch Erhängen verurteilt. Mit neun weiteren Verurteilten wurde er in Nürnberg hingerichtet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]