Alfons Bayerl

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Dr. Alfons Bayerl (* 27. Dezember 1923 in Haid/Böhmen; † 20. März 2009) war Jurist, Kommunalpolitiker und parlamentarischer Staatssekretär in Bonn.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Notabitur in Mies/Böhmen wurde er 1942 zum Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg eingezogen. Nach Krieg und Vertreibung nahm er ein Studium der Rechtswissenschaften in Würzburg auf und arbeitete als Fischerknecht, Tellerwäscher und Werkstatthelfer. 1952 bestand er die erste, 1955 die zweie juristische Staatsprüfung und wurde anschließend an der Juristischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg promoviert. Bis 1958 war er Regierungsassessor im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und soziale Fürsorge. Anschließend wurde er zum Richter an das bayerische Landessozialgericht berufen.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Schon in seiner Studienzeit saß er von 1952 bis 1956 für den Bundesverban der Heimatvertriebenen und Entrechteten im Kreistag des Landkreises Ochsenfurt. 1955 wechselte er in die SPD über. Ab 1965 rückte er für den ausgeschiedenen Abgeordneten Fritz Böhm in den Bayerischen Landtag nach, bis am 4. Dezember 1967 dieses Mandat niederlegte. Am 27. Oktober 1967 rückte er für den ausgeschiedenen Abgeordneten Walter Seuffert in den Deutschen Bundestag nach, wohin er bis 1980 über die bayerische Landesliste einzog. Von 1974 bis 1979 war er zusätzlich Mitglied ims Europaparlament. Am 22. Oktober 1969 wurde er Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium unter Bundeskanzler Wolly Brandt. Nach dessen Rücktritt des Kanzlers in Verbindung mit der Guillaume-Affäre und dem zeitgleichen Ausscheiden des Bundesjustizinisters Jahn wurde auch Bayerl am 16. Mai 1974 aus dem Amt entlassen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]