Spitäle

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Das Spitäle im Sommer 2011

Das Spitäle ist eine Kunstgalerie im Mainviertel am Fuß des Festungsbergs. Die ehemalige Hofspitalkirche dient als Ausstellungsort der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens e.V. (VKU).

Hofspitalkirche[Bearbeiten]

Das Spitäle war ursprünglich die im Jahre 1496 begonnene und am 1. April 1498 von Fürstbischof Lorenz von Bibra geweihte spätgotische Kirche des Hofspitals („Spital zu den 14 Nothelfern“), das 1494 durch Johann von Allendorf gegründet worden war. Allendorf war Propst des Ritterstiftes St. Burkard und Kanzler des Hochstifts Würzburg. In der angrenzenden Spitalgasse ist hinter dem „Spitäle“ noch der alte Zugang zum „Spital zu den 14 Nothelfern“ in Form eines Torbogens mit Inschrift zu finden. 1794 wurde die Kirche nach Plänen des fürstbischöflich Würzburgischen Hofarchitekten Adam Salentin Fischer im klassizistischen Stil umgestaltet, nachdem bereits 1789 der Innenraum durch Heinrich Alois Geigel [1] neugestaltet worden war. Der Umbau der Kirche war eine in ganz moderner Weise geplante und in zwei Bauabschnitten durchgeführte Baumaßnahme von hoher baukünstlerischer Qualität. An der Hofspitalkirche war Würzburgs bedeutendste Fassade des reinen Klassizismus mit einem überhöhenden Dachreiter. Sie wurde am 25. November 1794 durch Weihbischof Andreas Joseph Fahrmann geweiht.

Bevor der Innenraum der Kirche ein Opfer des Bombenangriffes auf Würzburg am 16. März 1945 wurde, hatte er schon 1934 Schaden erlitten. Bis dahin war er als einheitlicher im Stil der Erbauungszeit ausgestatteter Raum erhalten geblieben. Die Kirche hatte drei geweihte Altäre und alles passte im Stil zusammen. Plötzlich aber empfand man es als Fehler, dass das Riemenschneider-Relief schlecht sichtbar war. Um dies zu ändern, wurden zwei klassizistische Altäre vernichtet; für die in diese Altäre integrierten beiden älteren Figuren brach man Wandnischen, die heute noch sichtbar sind. Für das Relief der 14 Nothelfer wurde dann in Augenhöhe eine eigene Nische, wo das Relief lange Zeit auf dem Altar gestanden hatte.

Heute befindet sich das Vierzehn-Nothelfer-Relief aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders im Mainfränkischen Museum.

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Heutiges Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Der Ausstellungsraum wird von der VKU genutzt, deren ehemaliger Vorsitzender, der Grafiker und Illustrator Johann Franz Michel (1919-1998), für „die Umwandlung des Spitäle in eine Galerie“[2] sorgte. 2001 wurde er modernisiert und 2005 mit einer Empore versehen. Neben Bildender Kunst werden hier auch Konzerte, Lesungen und kulinarische Abende angeboten.

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

  • Dienstag bis Donnerstag: 11.00 bis 18.00 Uhr
  • Freitag: 11.00 bis 20.00 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 11.00 bis 18.00 Uhr

Der Eintritt ist frei - um Spenden wird gebeten. Auch Rollstuhlfahrer können die Kunst-Galerie anschauen - hierzu am Hintereingang klingeln.

Adresse[Bearbeiten]

Spitäle
Zeller Straße 1
97082 Würzburg

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Geschichte und Geschichten über DAS SPITÄLE. Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens e.V. (VKU) (Hrsg.), Würzburg 1994

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich Ragaller: Zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts in Würzburg, in: 15 Jahrhunderte Würzburg, hrsg. v. Heinz Otremba, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 353-373, S. 353
  2. Josef Kern: „Die Bildende Kunst abseits der Zentren“, in: „Unterfränkische Geschichte“, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günther Krenig, Band 5/2, Echter-Verlag, Würzburg 2002, S. 247-316, S. 302

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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