Scherenbergtor

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Scherenbergtor

Das Scherenbergtor ist der einzige Torzugang zum inneren Burghof, die vorgesetzte Brücke - es war bis 1716 eine hölzerne Zugbrücke, ab dann eine Steinbrücke [1] - führt über den Halsgraben zur Echterschen Vorburg.

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten]

Die Torburg [2] mit beidseitig angeordneten, vortretenden runden Türmen wurde 1482 vollendet. Ein Wappen unterhalb des linken Bogens neben den drei Frankenaposteln mit der Jahreszahl 1482 verweist auf den namengebenden Fürstbischof Rudolf II. von Scherenberg (Amtszeit 1466-1495). Begonnen wurde mit der Errichtung des Tores allerdings schon unter Otto II. von Wolfskeel. Unter Johann Philipp von Greiffenclau wurde 1716 die steinerne Brücke errichtet, an der in Richtung Süden Greiffenclaus Initialen („JPVG“) angebracht sind. 2014 wurde zuletzt das Dach des Tores saniert.

Mittig über dem Durchgang befinden sich unterhalb eines Bogens (an der westlichen Fassade) die Figuren der Frankenapostel Kilian (Mitte), Kolonat (links) und Totnan (rechts) und darüber eine Darstellung der Gottesmutter Maria zwischen den Wappen des Bistums Würzburg (links) und des Herzogtums Franken (rechts). Über der Jungfrau befindet sich wiederum ein Wappen von Friedrich von Wirsberg mit der Inschrift „Nic deus hanc arcem coelo defendat ab alto / Nic hominum virtus excubiaeque valent“ (zu deutsch: Wird nicht die Burg durch Gott vom hohen Himmel verteidigt / Dann sind menschlicher Mut und alle Wachen umsonst“). [3]

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Max H. von Freeden: Festung Marienberg. Hrsg.: Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. Stürtz-Verlag, Würzburg 1982, S. 42
  2. Eine Torburg ist ein gesondert befestigtes Tor einer Burg, siehe Wikipedia: Torburg
  3. Paul Glück: Die Festung Marienberg ob Würzburg.Verlag C.J. Becker Universitäts-Druckerei, Würzburg, 1951, S. 54

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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