Walter A. Neubeck

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Walter Alexander Neubeck (* 1950 in Aschaffenburg), Oberstudiendirektor a.D., ist Musikpädagoge und war von 2001 bis 2015 Leiter des Matthias-Grünewald-Gymnasiums in Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Neubeck besuchte das humanistische Gymnasium (heute Kronberg-Gymnasium) in Aschaffenburg und studierte ab 1970 Musikpädagogik für das Lehramt am Gymnasium an der Musikhochschule in München. Das Angebot einer hauptamtlichen Stelle als Jugendchorleiter an den Albert-Greiner-Gesangsbildungsstätten der Stadt Augsburg [1], das er 1974 erhielt, nahm er zugunsten des nachfolgenden Referendariats nicht an.

Ab 1976 wirkte er als hauptamtlicher Musiklehrer, Fachbetreuer, Chor- und Orchesterleiter am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erlangen, leitete als Dirigent bis 1979 das Streichorchester Bubenreuth [2] und danach den Kirchenchor der Pfarrei St. Heinrich in Alterlangen. Bereits in dieser Zeit suchte er Neues zu ergründen, nahm Lehraufträge an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg an und führte Schulversuche zum „Klassenmusizieren mit Keyboards“ und zum „Computereinsatz im Musikunterricht“ durch. Hierauf bezogene Tätigkeiten als Referent in der regionalen und überregionalen Lehrerfortbildung sowie in der Erstellung mehrerer Unterrichtshandreichungen am Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung in München [3] führten ihn schließlich zur Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung nach Dillingen a.d.Donau [4], an der er ab 1989 die Leitung des Referats für Musik übernahm. Zuständig für den Musikunterricht aller Schularten Bayerns suchte er nach neuen Wegen in der Didaktik und Methodik der musischen Bildung und konzipierte weitere Möglichkeiten zum Einsatz des Computers in den Musikunterricht. Auch die Planung und Durchführung der „Akademiekonzerte“ im dortigen „Goldenen Saal“ [5] waren ihm anvertraut. Gemeinsam mit deren erstem Leiter Joe Viera [6] gründete Neubeck im September 1993 die „Lehrer Big Band Bayern e.V.“, deren Geschäftsführung und Organisation er anfangs ehrenamtlich wahrnahm. [7]

Erste Begegnungen mit der späteren Wirkungsstätte brachte 1994 die nebenamtliche Übernahme von Musikunterricht am Johann-Michael-Sailer-Gymnasium in Dillingen a.d.Donau [8], dessen Leitung ihm 1995 übertragen wurde und die er bis 2001 innehatte. Konzeption und Neubau einer Pausenhalle als Veranstaltungs-Aula mit integrierter Studio- und Bühnentechnik gingen auf seine Initiative zurück. Deren Einweihung erfolgte im Jahr 2000 zum 450-jährigen Jubiläum der Schule.

Schulleiter in Würzburg[Bearbeiten]

Von 2001 bis 2015 war er Leiter des Matthias-Grünewald-Gymnasiums in Würzburg.
Besondere Initiativen dieser Amtszeit waren u.a.:

  • Einführung Englisch als 1. Fremdsprache im musischen Zweig
  • Einführung von Spanisch und Italienisch als weitere wählbare Fremdsprachen
  • Konzept zum bayernweit einmaligen „Studienzweig Musik“ zur besonderen Förderung musikalisch hochbegabter SchülerInnen
  • Förderung vielfältiger musischer, sportlicher und wissenschaftlicher Lehrer- und Schüleraktivitäten
  • Hauszeitung „MGG aktuell“
  • Stipendiatenförderung in Zusammenarbeit mit der Roland-Berger-Stiftung
  • Initiierung der Vereinigung Ehemaliger im Verein „Alumni Grünewald e.V.“
  • Sanierung und Erneuerung der gesamten Schulanlage mit Außenanlagen von 2006 bis 2014
  • Neuerstellung dreigeschossiger Anbau und „Flügelsaal“ im Rahmen der IZBB-Förderung
  • schulweiter Ausbau von LAN/WLAN
  • technisch aufwändige Bühnen- bzw. Veranstaltungsausstattung in Turnhalle, Flügelsaal und Internatsmensa
  • Tonstudio
  • flächendeckend AV-Medien (Beamer, Dokumentenkameras, Aktivboxen) in allen Klassenräumen
  • Telefone für Notruf und Kommunikation in allen Räumen der Schule
  • Konzeption und Erstellung von Kommunikations- und Infoterminals (Presenter)
  • Umsetzung besonderer Raumkonzepte: Ballettsaal, „Flügelsaal“, Kino-Saal, „Mini-Kindergarten“, Aufenthalts- und Ruheräume für Schüler und Lehrer, Personalräume, Fitnessräume
  • Sanierung bzw. Neubeschaffung der drei schuleigenen Orgeln [9]
  • Öffnung der Internatsmensa für alle Schüler, Lehrer und Eltern
  • Gesunder Pausenverkauf durch die Internatsmensa

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • „Werkbetrachtung“ in „Musik und Musikerziehung, Bewegungserziehung in der Berufsfachschule für Kinderpflege“, Akademiebericht Nr. 220, Dillingen a.d. Donau: Akademie für Lehrerfortbildung, 1992
  • div. Beiträge in „Keyboards im Musikunterricht: Handreichung für Musiklehrer 1: Einführung und Unterrichtsmodelle“, München: Hieber, 1990
  • div. Beiträge in „Keyboards im Musikunterricht: Handreichung für Musiklehrer 2“, München: Hieber, 1995
  • Walter A. Neubeck (Autor): „Musik und Elektronik“ Band 1, Grundlagen und Unterrichtsmodelle für den Einsatz des Computers im Musikunterricht; Akademiebericht Nr. 230; Dillingen a.d. Donau: Akademie für Lehrerfortbildung, 1993
  • Walter A. Neubeck: Kapitel „Der Drum-Editor“ in „Musik und Elektronik“ Band 2, Aktuelle Soft- und Hardware im Musikunterricht; Akademiebericht Nr. 232; Dillingen a.d. Donau: Akademie für Lehrerfortbildung, 1993
  • Willi Lehr (Hrsg.)/ Walter A. Neubeck (Autor): „Computer im Musikunterricht“; Regensburg 1991
  • Entwurf, Konzept und Mitwirkung in: „Lehrerfortbildung audiovisuell: Wir machen Musik - Computer und Keyboard im Musikunterricht; Videofilm 24 Minuten“; Akademie für Lehrerfortbildung (Hrsg.), Dillingen a.d.Donau 1992

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Hinweise[Bearbeiten]

  1. Geschichte der Sing- und Musikschule Augsburg
  2. Internetseiten des Sinfonischen Orchesters Bubenreuth
  3. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München
  4. Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen
  5. Geschichte der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen
  6. Joe Viera bei Wikipedia
  7. Informationen über die Lehrer Big Band Bayern e.V.
  8. Johann-Michael-Sailer-Gymnasium bei Wikipedia
  9. BR Mediathek: „Spektakuläres Schulprojekt kreiert in Würzburg neue Orgel: Aus drei mach eine“ (1. März 2018)