Museum Lydia Bayer

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„Im Puppenreich“: Mit diesem handgemalten Aufsteller wurden die Besucher der Eröffnungsausstellung des Museums Lydia Bayer im Dezember 1962 begrüßt. (© Museen der Stadt Nürnberg, Spielzeugmuseum, Nachlass Dr. Lydia Bayer)

Das Museum Lydia Bayer in Würzburg bildete den Grundstock des heutigen Nürnberger Spielzeugmuseums.

Geschichte

Bereits in den 1920er Jahren begann Lydia Bayer sen. historisches Spielzeug zu sammeln und konnte die Exponate durch Auslagerung auch durch den Zweiten Weltkrieg retten. Mit einer musealen Ausstellung beschäftigte sich die Familie Bayer ab den 1950er Jahren, doch erst nach dem Tod der Sammlerin gründeten Vater Paul und Tochter Lydia ihr eigenes privates Spielzeugmuseum 1962 in der Neubaustraße 64a. Geöffnet war die Sammlung zwischen Ostern und September, sowie von Dezember bis Januar täglich außer am Montag von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintrittspreis betrug 1 DM.

Namensgeber

Im Gedenken an die Mutter, die die Sammlung begann, erhielt das Museum den Namen von Lydia Bayer sen.

Exponate

Den Hauptteil der Privatsammlung bildeten historische Puppen und Puppenküchen, Holzspielzeug, Zinnfiguren und kunstvolle kleine Häuser.

Abwerbung und Umzug

Die Stadt Nürnberg erhielt Kenntnis von der Würzburger Privatsammlung und nahm Verhandlungen mit der Familie Bayer auf, die Exponate nach Nürnberg zu verlegen und dort diese als Teil eines künftigen städtischen Spielzeugmuseum zu präsentieren. Bereits 1966 kam es zur Gründung des Spielzeugmuseums Nürnberg. Die Familie Bayer brachte ihre Sammlung ein und Frau Dr. Bayer bekam ab 1. Januar eine Festanstellung in städtischen Diensten als Gründungsdirektorin des neuen Museums. Im Jahr 1971 wurde das städtische Spielzeugmuseum Nürnberg eröffnet und Dr. Lydia Bayer leitete dieses als Direktorin bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1994.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks