Ludwig Spannuth-Bodenstedt

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Ludwig Spannuth-Bodenstedt (* 7. Juli 1880 in Kalk bei Köln; † 15. August 1930 in Cottbus) war Bühnenautor und Intendant am Stadttheater in Würzburg von 1921 bis 1925.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Spannuth-Bodenstedt besuchte das Konservatorium in Wiesbaden. 1898 wurde er Dramaturg am Theater Göttingen und 1906 in Hamburg. Er war ab der Saison 1912/1913 am Stadttheater Schaffhausen und in Solothurn beschäftigt. Von 1917 bis 1921 war er Intendant am Theater in Hanau.

Theaterintendant in Würzburg[Bearbeiten]

Bereits am 1. September 1921 wählte der Würzburger Stadtrat Ludwig Spannuth-Bodenstedt einstimmig zum neuen Direktor des Stadttheaters, wo er über mehr als drei Spielzeiten wirkte. In der Hochphase der Inflation entschied sich die Stadtverwaltung, den Operetten- und Opernbetrieb ruhen zu lassen und ab Mitte 1923 beschloß die Stadt, das Theater von nun an in Eigenregie zu führen. Finanzielle Einsparungen der Stadt am Budget des Theaters ließen Spannuth-Bodenstedt seinen nach wie vor geltenden Pachtvertrag kündigen und er wechselte im Februar 1925 als Intendant ans Stralsunder Theater. Anschließend leitete er ab 1927 das Stadttheater in Cottbus bis zu seinem Tod.

Literarisches Werk (Auszug)[Bearbeiten]

Spannuth-Bodenstedt veröffentlichte auch unter dem Pseudonym Paul Herford.

  • Dezemberstürme, Drama (1898)
  • Draußen im Leben, Schauspiel (1902)
  • Das träumende Land, Schauspiel (1905)
  • Die süsse Rache (1908)
  • Im wunderschönen Monat Mai (1912)
  • Pums und Schlums fliegen um die Welt (postum, 1933)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Michael Körner (Hrsg.), Große Bayerische Biographische Enzyklopädie, de Gruyter/Saur, München 2004, S. 1865.
  • Daniel Gerken, Die Selbstverwaltung der Stadt Würzburg in der Weimarer Republik und im Dritten Reich, Würzburg, 2004, S. 110

Weblinks[Bearbeiten]