Johannes Böhm

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Johannes Böhm (* um 1485 in Aub; † 9. Juni 1534 in Rothenburg o.d.T.) war Geistlicher, Humanist und Ethnologe.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Böhm trat als Bruder dem Deutscher Orden bei und studierte Theologie. Als Priesterbruder an der Deutschordenskommende Ulm schrieb er von 1517 bis 1520 sein Hauptwerk, das ihn als einen der ersten humanistischen Ethnographen ausweist. Als einer der ersten Gelehrten beschäftigte sich Böhm mit den frühmittelalterlichen deutschen Volksrechten (Leges), aus denen er Auszüge im Abschnitt über die Bayern mitteilte. Im Jahr 1522 wechselte er an die Deutschordenskommende Kapfenburg. Zuletzt ist sein Wirken in Rothenburg ob der Tauber belegt.

Literarische Werke[Bearbeiten]

1515 hatte Böhm einen lateinischen Gedichtband Liber heroicus veröffentlicht, der auch ein Lobgedicht auf die Stadt Ulm enthält. Das völkerkundliche Hauptwerk, Omnium gentium mores, leges et ritus, das in drei Büchern die Völker Afrikas, Asiens und Europas und auch die deutschen Stämme beschreibt, entstand zwischen 1517 und 1520 und erlebte viele weitere Auflagen und Übersetzungen. Die Abschnitte über Deutschland wurden vor allem von Sebastian Franck in seinem Weltbuch und von Sebastian Münster in seiner Kosmographie verwertet.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach ihm wurde in der Stadt Aub die Johannes-Böhm-Straße benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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