Johann Rüttinger

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Johann Rüttinger war Unternehmer und Dampfwäschereibesitzer in Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Johann Rüttinger gründete 1878 einen Wäschereibetrieb in der Zellerau. Die Dampfwaschanstalt war durch die Lage der Wäscherei in der Weißenburgstraße neben der Kaserne des 9. königlich-bayerisches Infanterie-Regiments und dem alleinigen Recht zur Reinigung der anfallenden Kasernenwäsche, erfolgte der Aufstieg einer einfachen Wäscherei zu einer hochindustriellen Dampfwaschanstalt. Zwischen 1909 und 1912 wurde das für die damalige Zeit modernste Industriegebäude Bayerns errichtet. Es war damals der erste Stahlbetonbau auf bayerischen Boden. Bis 1945 war die Waschanstalt von Johann Rüttinger größter Arbeitgeber im Stadtbezirk Zellerau. Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde die Einrichtung zerstört und der Besitz in der Friedrichstraße und Weißenburgstraße letztendlich veräußert.

Firmensitz[Bearbeiten]

Zwischen der Weißenburgstraße und Adelgundenweg lag das Gut Sedan. Es wurde von dem Johann Rüttinger erworben, der es zu Wohn- und Geschäftszwecken nutzte. Im Anwesen Weißenburgstraße 11 befand sich sich das Johannisbad. Rückwärtig befand sich die Rüttingersche Waschanstalt.

Nachnutzung[Bearbeiten]

Nur das große Wäschereigebäude, nun im Eigentum der Stadt, wurde wieder hergerichtet und 1959 an die „Greiff-Werke“ verpachtet. Heute befindet sich darin die Firma Janz sowie verschiedene Institute und die Carneval-Freunde Zellerau.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Am 4. März 1898 wurde er zum königlich-bayerischen Hoflieferanten ernannt und erhielt 1902 zusätzlich den Hof-Titel.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Integriertes Handlungskonzept Zellerau, Baureferat der Stadt Würzburg 2008, S. 18

Weblinks[Bearbeiten]